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Achtsamkeit für den Körper 1/3 - Achtsam Essen

Achtsam Essen hat sehr viel mit Mentaler Gesundheit zu tun. Du bist was du isst. Was esse ich, wie esse ich es? Schlinge ich hinunter, kaue ich genug, geniesse ich es überhaupt? Wann esse ich? Merke ich es überhaupt?

Teil 1/3 der Serie des Buches Eat - Move - Sleep von Tom Rath

Achtsam mit dem Körper - Achtsam Essen, auch Melonen

Inhalt



Einleitung: Achtsam Essen

Gesundes Essen hat sehr viel mit Achtsamkeit zu tun. Was esse ich, wie esse ich es? Schlinge ich hinunter, kaue ich genug, geniesse ich es überhaupt? Wann esse ich? Merke ich es überhaupt? Selbstachtung und Selbstführsoge für meinen Körper, war während der Zeit, als ich mit der Essstörung gekämpft hatte ein wesentliches Hilfsmittel. Durch die Achtung vor Gott, konnte ich Achtung für mich, meinen Körper und mein Essverhalten entwickeln. Zugegeben ich esse nun durchschnittlich gesund, denn ich konnte eine Gelassenheit diesbezüglich entwickeln und wieder Vertrauen in meinen genial gemachten Körper finden.


"Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr (somit) nicht euch selbst gehört?" Bibel, 1. Korinther 6, 19


Doch ganz unabhängig von einer Essstörung, glaube ich, dass ein achtsamer Umgang mit Essen, Bewegung und Schlafen auch wesentlich ist für Mentale Gesundheit. Deshalb schreibe ich aus dem Buch "Eat - Move - Sleep" von Tom Rath was es grundsätzlich braucht um gesund zu bleiben. Tom Rath hatte eine Krankheit, die ihn förmlich dazu zwang gesund zu leben, wenn er überleben wollte. Deshalb weiss er aus erster Hand was uns wirklich gut tut. Nun hier der erste Teil über das Essen. Weil Essen ein sehr wesentlicher Teil von uns Menschen ist, ist es auch ein längerer Text geworden.



In unserem Überfluss in Europa, kämpfen wir eher damit mit dem Zuviel klar zu kommen, statt mit dem Zuwenig. Sehr viele von uns haben Übergewicht oder sind immer wieder gefordert es zu verhindern. Deshalb tendiert der nachfolgende Text eher zum Thema Abnehmen. Weil es aber unzählige Ratgeber dazu gibt und es in der Regel nicht am Wissen scheitert, was gesund für uns wäre, sondern eher, wie setze ich es um, können Sie dieses Kapitel auch überspringen. Wenn Sie aber gerne interessante Aspekte über Diäten, Zuckerkreislauf und Jo-jo-Effekt, Fett bzw. Light und Low-Carb, etc. lesen möchten, bieten die Infos aus dem Buch von Tom Rath doch auch noch den ein oder anderen unpopulären Hinweis.


Nun, es ist gar nicht so einfach abzunehmen. Wir, die uns westlich ernähren, stossen bei diesem Unterfangen ziemlich schnell auf „Diäten“. Diäten sind spezielle Ernährungsformen. Doch die klassische Zeitschriften-Diät, welche 10 kg in 2 Wochen verspricht, ist oftmals nur auf kurzfristige Erfolge und nicht auf nachhaltige Ziele ausgelegt. Unsere Gesundheit steht weniger im Fokus, als der blosse Gewichtsverlust. Und das ist der Fehler.


Wenn Sie denken, Sie möchten Gewicht verlieren, glaubt Ihr Körper Sie möchten ihm etwas wegnehmen! Denn Ihr Denken findet im Hirn statt und das ist auch ein Körperorgan und geht am Gesamtorganismus nicht heimlich vorbei. Arbeiten Sie nicht gegen Ihren Körper, denn er wird versuchen Ihr «Schaden» auszugleichen. Gewichtsverlust ist für ihn wie ein Besitz-Verlust. Ganz egal ob Sie sich bewusst sind, dass Sie ihm etwas wegnehmen oder nicht! Wenn Sie verstehen wie er funktioniert, verstehst Sie wie Sie funktionieren, ja ein Stückchen mehr wer Sie sind.


Denn Körperunzufriedenheit, hat auch sehr viel mit unserer Identität zu tun. Wer wir sind und sein wollen. Seele und Körper sind in der Individualpsychologie eng miteinander verwoben. Wir sind eine Seele in einem Körper. Ein seelisches Problem ist immer auch ein körperliches Leiden und umgekehrt. Darum denken Sie nicht: ich will abnehmen, sondern: ich will gesund werden! Gesund werden ist ein Gewinn für Seele und Körper. Denken Sie nicht der Körper soll mir endlich mal gehorchen! Gehorchen Sie, ihre Seele, seiner Gebrauchsanweisung! Horchen Sie mal! Hören Sie in sich hinein und dienen Sie sich selbst. Denn wenn Sie Ihrem Körper dienen, dient er Ihnen sowieso.


Das bedeutet also Arbeit an Seele und Körper, und das passiert nicht von heute auf morgen. Langsamkeit entspricht aber ganz und gar nicht dem Motto unseres heutigen Zeitgeistes: Ich will möglichst viel abnehmen, jetzt sofort, mit geringstem Aufwand und Investition. Doch eine gesunde Ernährungsform zu finden, heisst zuerst einmal: Ich werde langsamer abnehmen, längerfristig, mit grossem Aufwand und etwas Investition.


Zugegeben, es ist nicht einfach die richtige Ernährungsform zu finden, denn wir sind alle anders und verdauen und verstoffwechseln anders als andere.


Wir sind alle gleichwertig aber andersartig. Du bist also einzigartig, einmalig und deshalb brauchst du eine individuelle seelische und körperliche Ernährung. Denn Nahrungsmittel wirken auch auf unser Gehirn und somit auf unsere Psyche. Körper, Seele und Geist sind enger miteinander verwoben, als wir uns manchmal bewusst sind.


Diät-Typ 1: Fett-arm

Sogar altbekannte klassische Diäten versagen beim Abnehmen, da sie zu wenig durchdacht sind. Die Diäten, die wir heute kennen, kamen erst nach dem 2. Weltkrieg auf, als der Wohlstand kam und sich die europäisch-westliche Welt wieder erholt hatte. In der damaligen Küche war Fett immer gut vertreten, denn es gab nicht den Überfluss des Essens und Fett ist nun mal ein guter Energielieferant.


In den 90er war „Fettarm“ die Diät schlecht hin! Überall entstanden Light-Produkte, die meist künstlich und teuer waren und sich heute noch in den Regalen finden lassen. Weggelassen oder ersetzt werden vor allem tierische Fette, wie Milchprodukte oder Fleisch- und Wurstwaren, was teilweise vorteilhaft ist. Jedoch meidet man bei dieser Ernährungsform auch pflanzliche Fette und diese sind für unsere Gesundheit sehr wichtig.


Das natürliche Fett wird dabei meist durch Zucker, also Kohlenhydrate ersetzt, damit ein möglichst ähnlicher Geschmack erhalten bleibt. Was das Ganze zwar ärmer an Fett, jedoch nicht Körperfettärmer macht. Der zusätzliche Zucker hat einen stärkeren Blutzuckeranstieg zur Folge. Dieser knallt umso höher, dann steil runter und man hat schneller wieder Hunger. Zudem wird das Zuviel an Zucker auch wieder in Körperfett umgewandelt. Das Fett in der Nahrung hilft entscheidend bei der Sättigung, sowie der Aufnahme bestimmter Vitamine. Fett ist nicht der Übeltäter.


Vegetarische Ernährung findet Beliebtheit (man ist tierlieb bzw. isst kein böses Tierfett) und wird auch von der Gesundheitsindustrie unterstützt. Denn wenn man auf bestimmte Dinge achtet, kann man sich dabei einer wirklich langfristigen guten Gesundheit erfreuen. Wenn man nicht aufpasst, kann man aber auch als Vegi oder Veganer Mangelerscheinungen bekommen oder übergewichtig werden. Denn zu viel Vegi oder Vegan-Zucker wird an uns auch durch Körperfett sichtbar.


Diät-Typ 2: Kohlenhydrat-arm

Da die Menschen durch „Fettarm“ i. d. R. nicht abnahmen, sondern das Gewicht der Durchschnittsbevölkerung weiter stieg, folgte die „Low-carb-Bewegung“ (Kohlenhydrat-arm). So einfach sind wir Menschen. Wenn der Sündenbock nicht herzuhalten scheint, suchen wir uns eben einen anderen. Dass die Verantwortung bei uns liegt, will niemand, wirklich niemand, hören! Doch es ist so wichtig, dass das uns bewusst wird.


Da Kohlenhydrate also das neue Gift sind, essen die Leute überwiegend Protein bzw. Eiweisshaltige Speisen, also wieder sehr viel tierische Fette. Denn wenn ich kein Brot, Kartoffeln, Reis, Nudel, z. T. Früchte und Müsli nicht mehr essen kann, bleibt bei der westlichen Ernährung nur noch Fleisch, Geflügel und Milchprodukte als Hauptnahrungsmittel, da Gemüse und Hülsenfrüchte stets Beilagen sind.


Eiweiss scheint auf den ersten Eindruckt nur positive Effekte zu haben, denn der Körper macht bei Überschuss kein Körperfett daraus und es sättigt super. Auch gibt es mittlerweile Ernährungsexperten im Web, die reines Bio-Fleischessen propagieren, weil durch das Zuviel-Essen von Früchte und Gemüse, auch zu viel Antibiotika, Pestizide und andere Chemikalien in den Körper gelangen, die Allergien und Krankheiten auslösen. Durch das Weglassen der vermeidlich gesund gespritzten Nahrungsmittel, wurden jene Menschen wieder gesund.


Das Zuviel an Protein wiederum, müssen die Nieren und der Darm aus uns rausbringen. Sind diese überlastet, wird unser Darm krank und wir können Nierensteine und weitere üble Sachen produzieren, die sogar dauerhaft bleiben können.


Unser Körper ist ein ausgezeichneter Alles-Esser. Wir haben Backenzähne, für pflanzliche Mahlzeit, Schneidezähne, für tierisches Fleisch, und wir sind keine Fehlkonstruktion. Wenn der Körper jedoch nur einseitig gefüttert wird, bekommt er seine Probleme, denn dafür ist er nicht gemacht. Also lieber von allem ein bisschen! Ausserdem sind billige tierische Proteine leider oft mit Antibiotika und Hormonen aus der Masttierhaltung durchseucht, was wiederum Einfluss auf unsere Darmflora, Hormonhaushalt und Immunsystem nimmt. Ja natürlich sind nur so viel E-Nummern und Zusätze drin, wie es der gesetzliche Rahmen zulässt, doch der lässt so einiges zu.


Du bist, was du isst, heisst es im Volksmund.

Richtiges und falsches Essen kann uns, je nach Menge, krank machen, oder gesund erhalten. In einen Benzinmotor schütten Sie auch kein Diesel rein, oder? Entscheiden Sie sich. Was ist es Ihnen Wert?


1.2. Gesundes Abnehmen

Wenn Sie also gesund werden wollen und dabei ein paar Pfunde purzeln sollen, machen Sie sich bewusst:


  • ...dass es ihre volle Verantwortung in Anspruch nimmt

  • eine längerfristige Sache wird

  • Sie sehr an ihrem Denken und Handeln arbeiten müssen, ja vielleicht seelisch was aufarbeiten müssen

  • es durchaus genussvoll sein kann weniger Fett und Kohlenhydrate zu essen als gewöhnlich, aber es eine Art Genuss sein wird, der sich erst einstellen muss, denn wir sind uns das Gift gewöhnt. Hin und wieder ist auch Sündigen drin, denn eine Studie hat ergeben, dass man damit sogar erfolgreicher ist beim Abnehmen!

  • und es fordert auch eine finanzielle Investition Bioprodukte zu kaufen. Dabei gebe ich zu bedenken, dass wenn wir krank werden, uns auch nicht scheuen teure Medikamente zu kaufen. Denn dann müssen wir! Vieles was sehr Wichtig für unser Leben ist, ist oft nicht dringend oder erachten wir auf den ersten Blick nicht für nötig. Doch längerfristig gesehen, entscheidet unser Handeln heute, unsere Zukunft von morgen.


Der Verkaufsmarkt ist leider nicht wirklich um unsere Wohlergehen besorgt. Es gilt das Gesetzt der Wirtschaft: Angebot und Nachfrage. Wenn sich im Moment Low-carb gut verkaufen lässt wird das so ansprechend wie möglich deklariert. Ist Vegan in, kommt auch auf die Karotte ein Vegan-Logo. Doch vegane und low-carb Produkte sind z. B. nicht unbedingt fettarm oder zwingend gesund! Je verarbeiteter das Produkt, desto genauer sollten wie die Inhaltsstoffe betrachten. Du wählst lieber „natürliche“ Arzneimittel? Wieso wählst du denn nicht auch lieber natürliche Lebensmittel oder Getränke?


Kalorie ist nicht gleich Kalorie. Wir sollten darauf achten was genau wir eigentlich gerade kauen und schlucken. Die meisten von uns nehmen zu viele einfache Kohlenhydrate zu sich und zu wenig Eiweiss. Das sage ich nicht, weil ich mich der Low-carb –Bewegung angeschlossen habe, sondern weil das ein Fakt ist. Wenn wir abgepackte Produkte kaufen liegt das Verhältnis von Kohlenhydraten zu Eiweiss oft auf der vielfachen Seite der Kohlenhydrate. Wie bereits erwähnt wurde bei div. Light-Nahrungsmittel das Fett durch Zucker ersetzt, was dazu führt, dass wir unweigerlich zu grosse Mengen an Zucker essen.


Wie das beste Verhältnis für ihr Körper aussieht kann ich Ihnen nicht sagen, aber achten Sie doch darauf, dass Sie bevorzugt Fertigprodukte essen bei denen das KH:Eiweiss-Verhältnis 5:1 nicht übersteigt. Bei vielen Chips oder Getreideprodukten sind Sie locker bei einem Verhältnis von 10:1.


Wenn Sie trotzdem mal Lust auf so etwas haben, gönnen sie sich bewusst eine kleine Portion davon, am besten direkt nach einer Hauptmahlzeit. Dann gleicht sich das Nahrungsmittel mit dem Speisebrei im Magen ein bisschen aus und der Körper ist bereits auf viel Nährstoffe vorbereitet. So muss ihr Blutzucker kein Ping-Pong spielen und der Körper ist schon im Verdauungsprozess.


Es gibt Leute die essen nicht viel, aber immer wieder über den Tag verteilt kleine Süssigkeiten, die auf den ersten Blick gar keine sind. Ein Beispiel:


  • Einen Light-Fruchtjogurt und Toastbrot mit Light-Butter und Light-Marmelade zum Frühstück, kleiner Fruchtsaft zur Motivation im Büro, Pfefferminz-Bonbons zwischendurch, Light-Milchkaffe mit einem Farmerriegel in der Pause

  • Salat mit etwas Hähnchen, Himbeersahnesauce und Croutons plus ein paar Lachgummibeeren, sind ja Vitamine drin, zum Mittagessen

  • Am Nachmittag braucht es unbedingt starker Kaffee, auch gerne mit Zucker oder Süssstoff und paar Trockenfrüchte. Viel Trockenfrüchte! Sie haben ihr Nachmittagsloch

  • Dann endlich Feierabend! Da habe ich mir diesen kleinen Schokoriegel verdient. Zu Hause Abendbrot kleine Portion Spaghetti mit Tomatensauce und später vor dem TV ein paar Popcorn und noch eine kleine Honigmilch bevor man ins Bett muss.

  • Und mitten in der Nacht wirst du wach und denkst, ich habe doch gar nicht so viel gegessen heute! Und schon findest du dich hinter dem Kühlschrank um 03.00 Uhr...


Zucker, Zucker, Zucker! Unser Blutzucker fährt Achterbahn und die Fettverbrennung kann gar nie starten! Dazu müsste der Blutzucker langsam in ein Bereich fallen, wo es dem Körper zeitlich möglich ist, die Fettverbrennung anzuschmeissen. Wenn wir alle 2h etwas zu uns nehmen, geht das nicht. Das andauernde Essen ist nicht nur schlecht für’s Abnehmen, den Darm und die Bauchspeicheldrüse, die dauernd Insulinproduzieren muss, es ist auch für ihre Seele schlecht, denn Sie essen sich nie satt und machen sich vor allem was vor!


Jeder Happen summiert sich. All diese Frucht-Alternativen sind reine Zucker-und-Fruchtzucker-Bomben, schlimmer geht’s nimmer. Milchprodukte haben Milchzucker, Fruchtjogurt ist die Zuckerbombe schlechthin, je weniger Fett, desto übler für den Blutzucker, ausserdem geht wertvolle Linolsäure flöten, die nur im Milchfett ist. Diese wäre stoffwechselanregend und würde beim Abnehmen helfen (Ja, Fett hilft beim Abnehmen). Tomate ist auch eine Frucht, hat also auch natürlichen Zucker. In Saucen wird meist noch zusätzlich Zucker zugefügt. Gummibeeren haben zwar kein Fett, dafür doppelt so viel Zucker. Nudelgerichte sind zwar Stärke-haltig, doch durch die Schälung der Korns, werden die Spaghetti hell und verlieren an Ballaststoffe. So sind sie auch ratz-fatz zu einfachen Kohlenhydrate umgewandelt und schlussendlich Zucker.


Bei Zucker spricht man oft von einer Giftwirkung, weil es für so viele Krankheiten mitverantwortlich ist: Übergewicht, Diabetes, Herzkrankheiten, etc. Zucker wird dabei auch Mal als „Naschwerk für Krebszellen“ bezeichnet, da es Entzündungen fördert, was wiederum Alterungsprozesse und Tumorzellen begünstigt. Je nach Stoffwechseltyp heisst mehr Zucker, mehr Entzündung im Körper, desto schneller altert man innerlich und äusserlich. Kein Witz! Also verkleinern Sie ihr Krebsrisiko bzw. verlängern Sie ihre Lebenszeit, wenn sie Zucker auf dem Speiseplan reduzieren. In der Forschung wurde sogar nachgewiesen, dass höhere Blutzuckerwerte, welche noch im obersten Normalbereich liegen, auf Dauer mitschuldig sind, dass das Gehirn schrumpfen kann! Gruselig nicht?


Also einigen wir uns darauf, dass der zusätzliche Kristallzucker langsam aus dem Essensplan verschwinden sollte und ab jetzt nur noch zu spezielleren Gelegenheiten gegessen wird.

Bei Zucker ist es wie mit dem Nicotin. Zigaretten galten lange Zeit als unbedenklich, bis man merkte, dass es uns schadet. Doch dann hatte sich unser Körper bereits an das Gift gewöhnt und es wurde schwierig wider davon loszukommen.


Mit dem Zucker ist es fast gleich. Wenn wir etwas Süsses essen, werden wir vom Gehirn mit Dopamin belohnt und wollen noch mehr davon, ganz ähnlich wie das bei Drogen und Süchten passiert! Denn aus körperlicher Sicht ist Zucker zuerst einmal super, er bringt sofort Energie, genauso wie die Zigarette zuerst einfach Entspannung bringt. Doch ist das kurze High vorbei, ist es schwierig für den Körper wieder in den «Normalzustand» zurückzufinden. War man einmal in einem Hoch, fällt man wieder in ein Tief, bis sich die Mitte irgendwann einpendelt. Und diese Tiefs sind unangenehm, die wollen wir natürlich mit dem gleichen Mittel beseitigen, welches uns das Hoch verschafft hat. Der Körper macht uns Lustgefühle danach, das haben wir ihm durch unser Tun beigebracht. Was er nicht weiss, macht ihn nicht heiss, doch jetzt weiss er, was ihn heiss macht! Und schon sind wir in einem Teufelskreis und werden auf Dauer süchtig. Mit der Zeit baut der Körper eine erhöhte Zuckertoleranz auf, was dem gleichen Gewöhnungseffekt entspricht wie bei Nicotin oder Alkohol. Man braucht immer mehr davon, dass die Lust befriedigt wird!


Denn Zuckerkreislauf zu durchbrechen ist so schwierig, weil die meisten von uns ja eine bestimmte Menge Zucker, also Kohlenhydrate nicht explizit Kristallzucker, essen sollten. Die American Heart Association empfiehlt für Frauen max. 25 g und für Männer max. 38 g Zucker am Tag. Achte also bei abgepackten Nahrungsmittel darauf, dass bei den Nährwertangaben pro 100 g nicht mehr als 10 g Zucker beinhaltet sind. Bei Drogen kann man einfach abstinent werden, bei Lebensmittel ist das nicht so einfach.


Essgestörte Menschen können ihre Droge nicht einfach meiden, sondern müssen lernen, sie unter Kontrolle zu halten. Das ist gar nicht so einfach, deshalb verurteilen Sie sich nicht! Übernehmen Sie lieber Verantwortung und vergeben Sie sich auch, wenn Sie länger brauchen eine Gewohnheit zu ändern. Nehmen Sie sich als Endziel vor, einfach auf den zusätzlichen Zucker zu achten, der sich einfach vermeiden lässt. Das ist realistischer oder machbarer, als einfach keine Desserts mehr essen zu wollen, bis ans Lebensende.


Zuckerersatzstoffe

Wenn Sie eine Naschkatze sind müssen Sie sich das nicht krampfhaft abgewöhnen, denn Naschen liegt uns in den Genen. Der Mensch entwickelt eine Vorliebe für Süsses, weil z. B. in der Natur vor allem süsse Früchte ungiftig sind. Da es im Interesse unseres Körpers ist, dass wir eher keine bitteren (ev. giftig!) Speisen zu uns nehmen, fördert er den Appetit auf Süsses (Kohlenhydrate = Energie), das erscheint ihm als sicher. Auch salzige Speisen mag er um an das lebenswichtige Natriumchlorid (Kochsalz) zu kommen, aber auch da können wir es natürlich übertreiben.


Nun wird in unserer Zeit des Wohlstandes dem Zuckerüberschuss gerne mit Zuckeraustauschstoffen (ja, auch die für Diabetiker) entgegengewirkt mit sehr mässigem Erfolg. Abgesehen davon, dass man weiss, dass dieser „falsche“ Zucker unserem Körper vormacht es würde richtiger Zucker bekommen und dann enttäuscht, weil nichts kommt, wird damit das Verlangen nach Süssem weiter und noch mehr gefördert.


Sie können sich vorstellen, dass ihr Körper alle möglichen Mechanismen in Gang setzt, weil er wirklich mit Zucker rechnet. Er weiss das, weil Sie das Stück Kuchen mit ihren Augen gesehen und mit ihrem Gehirn bereits die Verdauungsabläufe in Gang gesetzt haben. Der Speichel läuft ja schon bevor das Stück Kuchen im Mund ist. Der Körper verkündet den Zellen das Essen kommt. Diese planen das in ihre biochemischen Abläufe mit ein, die Bauchspeicheldrüse setzt Enzyme frei, dass der Zucker dann auch rechtzeitig in die Zellen eingeschleust werden kann. Timing ist sehr wichtig für den Körper. Altersdiabetes lässt grüssen, wenn Sie dieses sensible System ständig durcheinander bringen! Unser Ziel sollte sein, dass wir auch mit 85 Jahren noch problemlos Kuchen essen können!


Tja und dann – kommt kein Zucker! Also keiner den der Körper so erwartet hat! Kannst du dir das Chaos vorstellen, diese Not? Und jetzt verlangen diese wartenden Zellen den angekündigten Zucker und der Körper muss unbedingt umstellen! Er hat bereits reichlich Insulin ausgeschüttet, das fleissig den noch vorhandenen echten Zucker aus dem Blut befördert. Tiefer Blutzucker kann tödlich enden, das wissen Diabetiker! Die zuvor ausgeschütteten Enzyme verarbeiten das bisschen echten Zucker den sie noch im Blut finden können viel zu schnell. Damit ihr Blutzucker nun nicht völlig in Keller fällt und Sie in Ohnmacht fallen, schickt das Hungerzentrum doppelt und dreifaches Verlangen nach Süssem! Sie werden also vermutlich viel mehr Zucker zu sich nehmen, bis Sie sich wieder wohl in ihrem Körper fühlen und er das Schlamassel wieder stabilisiert hat.


Könnten Sie sich vorstellen, wenn ihr Körper nun hin und wieder mit echtem Zucker und falschem Zucker über längere Zeit verwirrt wird, dass das jetzt nicht unbedingt ihrer Gesundheit dient? Ich hoffe ich habe ihnen damit die Zucker-Alternativen ein bisschen unschmackhafter gemacht. Gönnen Sie sich lieber bewusst etwas Süsses mit echtem Zucker ohne Reue, dann ist dein Körper definitiv glücklicher. Sie haben nur eine Bauchspeicheldrüse, geben Sie Sorge zu ihr, das sie ihnen auch bis ans Ende ihrer Tage gut dienen kann.


Damit ihr Blutzucker über den Tag verteilt konstant bleibt, hat viel damit zu tun, wie gut ihr Körper allgemein Kohlenhydrate verwertet und wie oft er das am Tag tun muss. Je öfter Sie am Tag grosse Kohlenhydratmengen zu sich nehmen, desto öfter muss er den Blutzuckerhaushalt wieder ausgleichen. Je grösser diese Berg-Tal-Fahrten ihres Blutzuckers sind, desto öfter werden Sie mit dem Hungergefühl und dem Appetit nach Süssem gequält.


Sie sehen, Sie haben es also selbst in der Hand. Versuchen Sie ihre grösseren Kohlenhydratmengen auf die drei Hauptmahlzeiten zu beschränken und in der übrigen Zeit lieber Nüsse oder Gemüse oder vielleicht ein Ei zu essen. Sie werden bald feststellen können, dass dieses Verlangen abnehmen wird, je weniger Sie ihm nachgeben. Nach neueren Forschungen bestätigt sich dieses Phänomen bereits nach zwei Wochen reduzierter Fruchtzuckeraufnahme. Lassen Sie sich den Zucker im Morgenkaffee, die süsse Marmelade und das Dessert am Nachmittag schmecken. Meiden Sie lieber den Schokoriegel in der Kaffeepause und ersetzen Sie das süsse Bettmümpfeli vielleicht durch ein Glas ungesüsste Kokosmilch. Machen Sie kleine Schritte, die Grosses bewirken!


Also Achten Sie vermehrt auf diese Zutaten bei den Nährwertangaben auf Verpackungen. Einfachzucker oder Alternativen haben viele Namen: Kristallzucker, Glukose, Traubenzucker, Agavendicksaft, Aspartam, Dextrose, Fructose, Fruchtsaftkonzentrat, Honig, Maissirup, Maltit, Saccharin, Sorbitol, Stevia, Sucralose etc.


Obst ist gesund, das weiss jeder. Doch in welcher Form man Obst zu sich nimmt macht einen grossen Unterschied.


Fruchtsaft ist wirklich sehr süss und nicht gut für unsere Zähne. In einem Fruchtsaftpäckchen oder frisch gepresst können schnell mal der Saft von 5-10 Äpfel oder Orangen sein! Wir würden nie auf einmal so viel Obst essen, aber der Körper muss mit dem ganzen Fruchtzucker fertig werden. Da könnten sie eigentlich auch gleich Cola trinken. Traubensaft hat sogar noch mehr Zucker als Limonade und darf wirklich als flüssigen Zucker betrachtet werden. Zudem fehlt beim Obst in Saft-Form das Fruchtfleisch was viel Ballaststoffe hat und unserem Darm gut tun würde. Bei frisch gepressten Saft mögen noch Vitamine vorhanden sein, doch bei Konzentraten sind die meisten weg. Auch bei transparenten Verpackungen gehen die lichtempfindlichen Vitamine kaputt. Bei einer Umfrage mit 250000 Personen ergab das Fruchtsaftgetränke schädlicher sein können, als etwa die gleiche Menge Limonaden. Wenn es also mal schnell gehen muss, machen sie sich lieber einen Smoothie aus so vielen Zutaten, die sie in etwa auch essen würden.


Dörrobst ist was den Nährwert betrifft noch ärmer dran als Fruchtsaft. Durch die Verarbeitung ist das Dörrobst zwar bequem aus der Tüte und Ballaststoffe nimmt es auch noch mit, doch der Rest ist Zucker, von Vitaminen keine Spur. Auch wenn getrocknete Mangos so viel gesünder aussehen als Schokolade, könnten sie gleich letzteres essen, was den Zuckergehalt betrifft. Greifen Sie doch lieber zu frischem Obst, nehmen sie für Unterwegs ein Plastiktütchen mit um Schalen und Reste darin zu verstauen. Ob Sie nun ein Päckchen Trockenobst oder die Schalen der gegessenen, frischen Früchte mit sich rumtragen, macht keinen Unterschied.


Trinken ist gesund, es schwemmt alle Abfallprodukte aus dem Körper, transportiert Nährstoffe an die richtigen Orte und versorgt die Schleimhäute mit genügend Feuchtigkeit so, dass keine Reizungen entstehen. Trinken kann bei Kopfschmerzen und Allergien sehr viel bewirken und lässt uns allgemein jünger aussehen, weil unsere Haut strahlen kann.


Trinken ist jedoch nicht immer gesund, wenn zu viel Zucker oder Süssungsmittel mit dabei ist. Bereits ab 1-2 Limonaden oder Softdrinks steigt das Diabetesrisiko um 25%, kommt noch weiteres dazu, gibt es zusätzliche 19% Risiko auf Herzkrankheiten. Eine Harvard-Studie schätzt das in der USA ca. 180’000 vorzeitige Tode auf gezuckerte Getränke zurückzuführen sind. Getränke mit Süssstoffen sind da keinesfalls besser, sie feuern das Verlangen nach Zucker noch mehr an.


Besser sind ungesüsster Tee, Kaffee und natürlich Wasser. Kaffee leidet manchmal unter seinem Ruf, doch neuste Studien loben vermehrt die Qualitäten des Röstgetränks. Kaffee wirkt wahrscheinlich lebensverlängernd, die Antioxidantien schützen vor Krebs, vor geistigem Niedergang, er hebt die Stimmung und verhilft zu mehr Ausdauer. Bei einer Studie mit 50000 Frauen zeigte sich, dass 2-3 Tassen Kaffee die Wahrscheinlichkeit an Depressionen zu erkranken um 15% sinkt, vier und mehr Tassen steigern dies auf 20%.


Auch bei Tee ist der Grüntee ganz weit vorne. Er unterstützt ebenfalls die Krebsabwehr, lässt Entzündungen abklingen, ist gut für Gehirn und Haut und unterstützt beim Lernen das Gedächtnis. Vermeiden sie es jedoch Spätnachmittags und am Abend koffeinreiche Getränke zu konsumieren, ihr Schlaf wird es Ihnen danken.


Jemand hat einmal sehr treffen gesagt: Die Welt der Fettleibigen dreht sich um Kohlenhydrate, nicht um Fett. Helles Mehl (Brot und Nudeln) und weisser Reis sind in unserem Körper sehr schnell zu Glucose abgebaut, deshalb sättigen sie nicht so gut. Beim Reis kommt wenigstens ein bisschen wertvolles Kalium dazu, doch das ändert nichts an der hohen Kohlenhydrat-Menge, die wir davon futtern müssen, um satt zu werden. Forschungen lassen vermuten, dass eine Einschränkung beim Kohlenhydratkonsum das Wachstum von Krebstumoren um 50% sinken lässt. Dabei sind diese Lebensmittel sehr günstig und schnell zubereitet. Da wir von Natur aus mehr auf Kohlenhydrate gepolt sind statt auf Eiweiss, ist das ein sehr unfairer Kampf. Unser Gehirn belohnt uns mit Dopamin, wenn wir Kohlenhydrate essen, so dass wir automatisch immer mehr Lust auf Zucker haben, als auf was anderes. Trotzdem fanden Wissenschaftler der Harvard Universität heraus, dass Kohlenhydrate ein absolut nicht notwendiger Nährstoff für den Menschen sind. Wir könnten uns also theoretisch Kohlenhydratfrei ernähren, wären jedoch vermutlich nicht so glücklich dabei, ohne das Dopamin.


Halten Sie die Augen offen. Der Lebensmittelmarkt weiss um die Verführung des Zuckers. Viele ach so natürlich und gesund angepriesene Frucht- oder Getreideriegel sind Zuckerbomben. Denn Zucker ist sehr wohl natürlich, jedoch ungesund in dieser Menge.


Brot der Dickmacher ist uns mittlerweile bekannt. Und Brot ist nicht gleich Brot. Im Hinblick das wir uns zu wenig Bewegen, stimmt es womöglich sogar. Es ist vor allem entscheidend in welcher Kombination es gegessen wird. Die Wissenschaft hat zur Bestimmung kohlenhydrathaltiger Lebensmittel, wie Brot, in Bezug auf den Blutzuckerspiegel den Glykämischen Index (GI) definiert. Das ist besonders für Diabetiker wichtig, die auch in Broteinheiten rechnen. Dabei hat Vollkorn einen tieferen GI als Weissbrot und Zucker, ist also besser für den Blutzucker.


Wobei ich auch die Glykämische Last (GL) kurz erwähnen möchte, denn die rechnet auch die grobe Menge mit ein, denn wir würden nie so viel reiner Zucker ohne nichts, wie dieselbe Menge Brot zu uns nehmen. Beim GI bzw. GL hat man aber gemerkt, dass Brot mit Butter einen weniger hohen GI hat, als z. B. Brot mit Milchprodukten. Fett reduziert die Zuckerspitzen von Kohlenhydrate, während Proteine ohne Fett, die Blutzuckerspitzen verstärkt!


Fleisch wird gerne auch mit Männlichkeit gleichgesetzt, besonders wenn es in grossen Mengen daherkommt. Am besten passt dazu Kartoffel, häufig in frittierter Form, was vor allem Jungs gross und stark machen soll. Das diese Kombi vor allem übergewichtig macht, wurde in vielen Studien bereits bewiesen. Sie schlägt sogar stärker ins Gewicht als Süssigkeiten und Desserts. Schlimmer als Wurstwaren und rotes Fleisch soll besonders Frittiertes sein, wie z. B. Pommes. Es sich hin und wieder mal zu gönnen ist kein Problem, doch der regelmässige Genuss führt zu längerfristigen Gesundheitsstörungen.


In einer umfangreichen amerikanischen Studie mit 100000 Probanden ergab, die über 28 Jahre lang beobachtet wurden, dass der tägliche Verzehr von rotem Fleisch und Wurstwaren ein grosser Risikofaktor darstellte. Es zeigte, dass die Wahrscheinlichkeit während dieser Zeit zu sterben bei 20%, also bei jedem 5. lag, wenn man täglich 2 Scheiben Schinken oder ein Würstchen ass! Ausserdem ergab sich ein erhöhtes Herzrisiko bei 21% und ein Risiko an Krebs zu sterben bei 16%.


Wissenschaftler haben herausgefunden, dass gewisse Nahrungsmittel unsere Energie zu- und abnehmen lassen. Fettreiche Speisen, insbesondere Transfette aus industriell hergestellten Speisen, können uns aggressiver, reizbarer, lethargisch und launisch machen und es besteht ein 48% Risiko an Depressionen zu erkranken. Besonders die klassischen Seelentröster bei Frustessen wie Backwaren und Fastfood halten Depressionen auch lebendig! Solch ein «Fettkater» von zu vielen, falschen Fetten kann man sich nicht an Tagen leisten, wo man besonders viel machen muss oder z. B. gerade ein wichtiges Ehegespräch angesagt ist.


Wenn Sie jedoch viel Obst und Gemüse essen lenken sie ihre Stimmung, nach der Wissenschaft, in die richtige Richtung. Sie werden gelassener sein, glücklicher und verfügen dann über mehr Energie.




Achtsam Essen - Gesundes Essen auf dem Teller

2. Was ist besonders gesund?

Obst und Gemüse sind gesund für uns und wir sollten mehr davon essen, dies muss ich nicht erzählen. Was ich aber sagen kann ist, wie eine Umfrage von 80’000 Personen ergab: Je mehr Gemüse/Früchte gegessen wurde, desto glücklicher fühlten sich die Leute! Es gab einen direkten Zusammenhang.


Nicht nur für gute Laune, Gemüse und Früchte helfen auch gut auszusehen. Menschen die viel frisches Obst und Gemüse essen bekommen eine gesunde Ausstrahlung. Diese «Ernährungsbräune» wurde in Experimenten von Dritten sogar als gesünder wahrgenommen als Sonnenbräune. Forscher machen dafür Karotinoide aus Tomaten und Karotten verantwortlich. Ebenso entscheidend für vitales Aussehen ist volles, gesundes Haar und Nägel. Am besten unterstützt werden jene durch Heidelbeeren, Lachs, Walnüsse und Spinat.


Welches Gemüse oder welche Frucht besonders gesund ist, erkennt man nach einer Faustregel, an der kräftigen, lebhaften Farbe. Am besten essen wir einen Regebogen durch den Tag.


Es heisst wir sollten 5 Portionen Gemüse und Obst essen. Bitte bevorzugen Sie Gemüse, Salat oder Beeren. Nicht das Sie jetzt aufschreien, weil ich keine grosse Werbung für Früchte mache. Früchte sind immer noch besser als Schokoladenkekse, aber viele Früchte haben eine Menge Fruchtzucker und der macht uns so richtig dick, weil wir sehr schnell Zuviel davon essen. Eine reife Mango hat locker die Zuckermenge eines Donats. Essen Sie also lieber nur 1-2 Portionen Früchte und 3-4 Portionen Gemüse am Tag. Gewöhnen Sie sich an auch auswärts Grünes den Getreideprodukten vorzuziehen.


Neue Trends: Täglich grün

Wir sollten ja nach Regenbogenfarben oder dem Ampelsystem essen. Grün ist eine dieser Farbe und ein guter Vertreter ist der Brokkoli. Brokkoli übt neben seinen Vitaminen, Antioxidantien und Ballaststoffen einen günstigen Einfluss auf die Genexpression aus, deshalb kann es wichtig für die Verhinderung von allen möglichen Krankheiten, wie Krebs und Herzkrankheiten, sein. Frauen, welche Brustkrebs überlebt haben, zeigen ein statisch besonders geringes Sterberisiko, wenn sie viel grünes Gemüse wie Brokkoli essen. Zudem schützt Brokkoli vor Arthritis, Asthma, stärkt das Sehvermögen und das Immunsystem. Versuchen Sie mehr davon zu essen und auch von anderen Kreuzblütler wie Blumenkohl und andere Kohlsorten. Probieren sie es doch auch mal mit Mangold, Grünkohl, Pak Choi oder Blattkohl.


Vergegenwärtigen Sie sich, dass alles was in ihren Mund wandert, in anderer Form, in ihrem Blut weiterzirkuliert, ihre Organe durchströmt und sich in seiner Wirkung irgendwo in ihnen verewigt.


Bei einer Studie mit zwei Gruppen bekamen die einen eine gesunde Mahlzeit aus Lachs, Gemüse und Mandeln und die anderen eine ungesunde aus Brot, Wurst, Ei, Käse und amerikanischen Rösti. Die gesunde Gruppe hatte einige Stunden danach durch Ultraschall ermittelte gesund geweitete Arterien, so dass das Blut gut hindurch strömen konnte. Bei der ungesunden Gruppe, war dieser Effekt deutlich weniger.


Jeder 4. Mensch stirbt in Deutschland an Krebs. Im Körper entstehen ständig winzige Krebsherde, die durch ein intaktes Immunsystem wieder abgebaut werden. Diese werden i. d. R. zwar nie so gross, dass sie relevant werden. Unsere Ernährung und Bewegung kann ihr Wachstum aber entscheidend beeinflussen. Besonders Übergewicht verursacht einen chronischen Entzündungszustand im Körper, was Tumorfördernd wirkt und somit, das generelle Krebsrisiko um 50% erhöht, bei Leberkrebs um satte 450%!


Zu einer Anti-Krebs-Ernährung gehören: Äpfel, Artischocken, Brokkoli, Beeren, Grünkohl, Lachs, Pak Choi, Pilze, rote Trauben, Rotwein, grüner Tee, Tomaten und Zitronen, sowie Knoblauch, Kurkuma, Muskat, Petersilie und Zimt. Krebsförderndes Speisen sind Zucker, Wurstwaren, rotes Fleisch und gesättigte Fette.


Bei therapeutischem Abnehmen, wo noch Kinder involviert sind, wird gerne «Familiengestützte Verhaltenstherapie» angesetzt, denn Kinder nehmen dann ab, wenn ihre Eltern dies auch tun. Dafür werden zu Hause die Familienrituale am Esstisch untersucht und angepasst.


Z. B. wird oft beobachtet, dass mit Süssem belohnt wird, wenn Gemüse gegessen wurde. Damit signalisiert man dem Kind, Gemüse ist so schlimm, dass mit Süssem belohnt werden muss. Dies ist falsch. Besser man lässt generell Belohnungssüssigkeit weg und isst bewusst Süsses in Form von frischem Obst als Dessert oder Zwischenmalzeit. Äpfel und Bananen gibt es ganzjährig und ist etwas mal nicht saisonal, ist oft eine Tiefkühl-Variante vorhanden.


Besonders super eignen sich Beeren z. B. mit etwas Kokosmilch. Beeren wirken stark antioxidativ, verbessern das Denken sowie die motorische Kontrolle und senken das Diabetes- und Parkinsonrisiko. Nach einem Forschungsbericht verändern Beeren das kommunikationsverhalten der Nervenzellen im Gehirn und können so sogar Entzündungsprozesse verhindern.


Es gibt hochwertige und weniger empfehlenswerte Eiweissquellen. In absteigender Folge zu empfehlen wären:

  1. Pflanzlich (Avocado, Bohnen, Blattkohl, Blumenkohl, Erbsen, Kichererbsen, Linsen, Spargel, Spinat)

  2. Nüsse und Kerne

  3. Fisch und Meeresfrüchte

  4. weisses Fleisch (Huhn, Pute)

  5. Milchprodukte

  6. rotes Fleisch (Rind, Schwein, Lamm)

  7. Wurstwaren und allg. verarbeitetes Fleisch


Wir sollten also vor allem pflanzliches Eiweiss zu uns nehmen und gelegentlich tierisches. Tierisches begünstigt hohe Cholesterinwerte und fördert Tumorwachstum, also entzündliche Körperprozesse. Ein Vorteil von vegetarischen Eiweissquellen ist die Versorgung von Omega-3-Fettsäuren aus Lachs, Walnüssen und Leinsamen. Jene Fette bieten Schutz vor div. Krebsarten, Herzerkrankungen, Augenerkrankungen (Makuladegeneration) und können Depressionen vorbeugen, da es stimmungsaufhellend wirkt (Ängste reduzieren sich um 20% bei ausreichender Versorgung). In Experimenten zeigte sich sogar, dass Gehirne bei einer Unterversorgung von Omega-3-Fettsäuren kleiner im Volumen sind als normal!


Die Entscheidungen beim Einkauf sind massgeblich für ihre Gesundheit. Einmal eingetütet und zu Hause ausgepackt, hindert Sie kaum noch etwas, dass Sie dieses auch essen, schliesslich haben Sie dafür bezahlt. Auch wenn es nur für Besuch oder sonst einen Anlass gedacht war. Wenn Sie Ihre Schwächen kennen, sind Sie sich bereits einen Schritt voraus, bringen Sie sich nicht in Versuchung. Überlegen Sie sich Zuhause, was Sie in den nächsten Tagen kochen möchten und schreiben Sie dazu ihren Einkaufszettel. Gehen Sie nie mit leerem Magen einkaufen, dieser wir Ihnen ein schlechter Berater sein.


Einfache Schritte: Leicht Verderbliches

Leicht Verderbliches wie frisches Obst und Gemüse sind gesünder als lang haltbare Sachen. Die lange Haltbarkeit von Lebensmittel wird oft durch chemische Zusatzstoffe, viel Zucker oder Salz erreicht. Wenn Sie sich jedoch auf mehr Gesundes konzentrieren, werden sie womöglich öfters einkaufen gehen müssen. Durch das frisches Obst und Gemüse schneller schimmelt, müssen jene auch so schnell wie möglich gegessen werden, wenn Sie das Geld nicht aus dem Fenster werfen wollen. Vielleicht motiviert Sie dies auch eher danach zu greifen, wenn sie Hunger verspüren.


Etikettenschwindel

Marketingtricks gehören zu Supermarktalltag. Bei einer Befragung von ernährungsbewussten Menschen wurde erkannt, dass diese eher zu ungesunden Lebensmittel greifen, wenn ihnen suggeriert wird, jene seien gesund. Wird ein Produkt als «Salat» angepriesen statt «Nudelgericht» oder Fruchtgummis statt Kaubonbon, Vitamindrink statt Zuckerwasser, Smoothie statt Milchshake, vegane Gemüsechips statt Kartoffelchips, denken wir immer ersteres sei gesünder, obwohl es dasselbe Produkt ist.


Von diesen ganzen Etikett-Versprechungen, kann einem ganz schön schwindelig werden. Es ist keine Lüge, was darauf steht, es ist aber auch nicht die ganze Wahrheit. Diese ist vermutlich kleingedruckt, irgendwo am Rande, auf der Rückseite zu finden, wo man nicht zuerst hinschaut. Oftmals wird mit z. B. «3g Ballaststoffen» gross auf Verpackungen von Müsli beworben, sieht man genauer hin, tauchen kleingedruckt 25g Kohlenhydrate auf (davon 12g Zucker) und 1g Eiweiss. Dann sind die 3g Ballaststoffe eigentlich ziemlich lachhaft. Besonders wenn Kinder umworben werden geht es um Zucker, Zucker, Zucker. Also lassen Sie sich nicht für dumm verkaufen!


Bio ist nicht immer gesund

«Bio» meint, dass ein Produkt oder ein Tier ohne Kunstdünger, ohne Gentechnik, ohne jegliche chemischen Mitteln oder Zusatzstoffen angebaut wurde, bzw. mit rein biologischen Tierfutter ernährt wurde, etc. Bei Obst und Gemüse, die mit Schale gegessen werden und bei Fleisch, macht Bio für den Verbraucher durchaus Sinn. Viele Leute assoziieren Bio aber mit «generell weniger schädlich für den Körper», egal was für ein Lebensmittel mit Bio bezeichnet wird. Brauner Bio-Zucker ist trotzdem Zucker und Fair-Trade-Schokolade hat gleich viel Kalorien wie jede andere Schokolade. Lassen Sie sich nicht von dem grünen und fairen Kleber verwirren, es wurde schlussendlich auch aus werbetechnischen Gründen angebracht und ist kein Etikettenschwindel.



Eine weitere Achtsamkeit benötigt unser eigenes Auge. In Verkaufsläden liegen ja gerne die teuren Markenprodukte auf Augenhöhe. So greifen wir vermehrt nach diesen Nahrungsmitteln und lassen mehr Geld im Laden liegen. Meistens sind diese Produkte auch nicht die gesündesten, denn im Einkaufsladen geht es um den Verkauf nicht um unsere Gesundheit. Das ist im Bioladen nicht anders. Product-Placement nennt man das. Achten Sie doch auch bewusst auf die ganz unteren und ganz oberen Regale, dort sind oft günstigere und gesündere Lebensmittel verstaut.


Zu Hause müssen wir das auch beachten! Was liegt alles auf unserer Augenhöhe? Sind die Kekse offen auf dem Küchentisch verstaut und der Früchtekorb in der hinteren Zimmerecke. Was steht im Kühlschrank auf Augenhöhe? Und was befindet sich für unsere Kinder im direkten Blickfeld? Vielleicht müssen Sie mal ein paar gesündere Lebensmittel nach vorne holen und die ungesunden weiter weg verstecken. Klar wissen Sie dann noch wo diese sind, aber vielleicht greifen Sie so eher nach einem Apfel als einem Coconut-Cookie.


Viel wichtiger als Quantität ist Qualität bei gesunden Nahrungsmittel. Es ist viel wichtiger was wir essen, statt wieviel. Bei Ungesundem ist es umgekehrt. Da ist es wichtiger wieviel wir davon essen, statt was.


Bei angemessenem Essen verbrennt der Körper einfach ein bisschen mehr oder weniger; scheidet ein bisschen mehr oder weniger aus. Doch ist ihr Motor ein Benziner oder Diesel? Auf das kommt es an!


Dies wurde in einer Langzeitstudie der Harvard Universität mit 100‘000 Probanden bestätigt. Dass man alles essen kann, aber mit Mass ist eigentlich nur ein Schönreden. Die Menge macht das Gift, heisst es doch. Und das stimmt auch im Allgemeinen. Doch bei einer Prise statt einem ganzen Löffel Gift im Tee, bleibt es in der Regel nicht. Es ist vielleicht noch nicht relevant giftig und über einen begrenzten Zeitraum tragen wir keine Schäden davon, weil unser Körper super ausgestattet ist für die Entgiftung. Doch auch die Prise Gift bleibt eine Belastung. Irgendwann nimmt er auch ab dieser kleinen Menge Gift Schaden davon, denn sie summiert sich, wenn sie mal nicht mehr so gut ausgeschieden werden kann. Im Alltag bleibt es halt oft nicht bei einer einzigen Belastung, über kürzere Zeit.


Als bestes Beispiel dienen doch die Raucher (-Lunge) oder Alkoholiker (-Leber). Wieso sollte es mit ungesunder Nahrung (Darm, Immunsystem, Blutbahn, eigentlich alle Organe) nicht auch so sein? Diabetes, Arteriosklerose und Adipositas sind die klassischen Fehlernährungskrankheiten. Doch dass viele Erkältungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Blähungen, Sodbrennen, Infekte, Hautveränderungen, seelische Leiden, Depressionen, Ängste, Lernschwächen, plötzlichen Infarkte oder unerklärliche Ursachen von Krankheiten, u. a. auch von falscher Ernährung kommen könnte, wäre zu einfach nicht wahr? Und es bedeutet, ich wäre durch mein Verhalten selbst schuld! Das weiss die Naturheilkunde schon längst, doch es ist nicht kommerziell. Die Pharma könnte uns keine Medikamente mehr verkaufen, deshalb wird es wohl nie zu entsprechenden Studien kommen, doch das ist ein anderes Thema.


Jeder Bissen ist eine kleine Entscheidung. Zu oft fällen wir sie völlig unbewusst. Deshalb versuchen Sie sich öfters darauf zu achten wieviel Sie von was, wann essen.


Jeder Bissen bedeutet für Ihren Körper entweder Gewinn oder Verlust. Lust und Gesund ist Gewinn, nur Lust ist Verlust. Denn die Lust auf etwas Ungesundes, bedeutet für den Körper in erster Linie Arbeit und Stress. Unter dem Strich ist es mehr Verlust, als es an kcal-Gewinn bringt. Wir müssen keinen Zwang gegen Ungesundes entwickeln. Wenn wir uns überwiegend gesund verhalten, liegen auch kleine Sünden drin. Übernehmen Sie die Verantwortung, das ist es, was ich Ihnen mitgeben will! Werden Sie sich die Konsequenzen bewusst und trage Sie diese.


Am besten führen Sie ein kleines Ernährungs-Tagebuch über eine Woche, damit Sie mal schwarz auf weiss sehen, was Sie sich zu futtern geben. Das hat schon manche Erkenntnis gebracht. Das Naschen dick macht wissen Sie, doch das man selbst nascht, müssen viele erst begreifen und auch verändern wollen! Probieren Sie es doch einfach mal aus. Es muss ja nicht auf Sie zutreffen, helfet tut es trotzdem.


Von unserer Entscheidung hängt sehr vieles ab! Deshalb entscheiden Sie sich für schrittweise Veränderungen. Wählen Sie das «relativ Bessere» z. B. eine Frucht statt Fruchtsaft; Vollkorngipfel statt Buttergipfel, Erdnussbutter statt Konfitüre. Fällen Sie keine radikalen Entscheidungen wie: Ab jetzt nur noch Wasser und Brot; vom Couchpotato zu 3x Sport in der Woche, das sind Qual-Entscheidungen und verheben nicht langfristig.


Am Anfang einer Veränderung müssen wir erst wieder Achtsamkeit entwickeln. Was über meine Lippen geht und was mir da überhaupt angeboten wird. Überall wo gesund darauf steht, ist nicht unbedingt gesund drin. Viele Müslipackungen strotzen nur vor Zucker! Selbst Salat kann noch so frisch und fröhlich daherkommen, mit dicker Sahnesauce ist auch das keine leichte Mahlzeit mehr.


Experimente zeigen, dass die Leute 50% mehr von dem essen, was sie als erstes im Mund haben. Wenn Sie zuerst Salat essen, werden Sie im Verlauf des Essens möglicherweise mehr Gemüse, oder bei Brot mehr Nudeln konsumieren. Beginnen Sie doch am besten mit dem Gesündesten auf ihrem Teller und wenn all Gesundes weg ist, ist ihr Magen auch schon halb gefüllt. Wenn Sie wissen, dass Sie irgendwo hingehen, wo nicht viel gesundes Essen vorhanden ist, essen Sie doch eine gesunde Kleinigkeit zu Hause, dass Sie nicht mit Kohldampf dort ankommen.


Wenn wir viel zu tun haben passiert es oft, dass wir unser Mittagessen in 5 Min am Schreibtisch herunterschlingen, während wir noch E-Mails lesen oder etwas anderes machen. Wir glauben damit Zeit herausgeholt zu haben und schlussendlich mehr machen zu können, doch das ist ein Trugschluss. Wenn wir uns nicht bewusst mit der Mahlzeit beschäftigen, essen wir mehr, wir vernachlässigen vermutlich soziale Kontakte, körperliche Bewegung, können unseren Kopf und unseren Geist nicht Lüften, wenn wir den Arbeitsplatz nicht kurz verlassen. Am Ende des Tages haben wir kaum viel mehr erledigt, fühlen uns ausgelaugt, leer und unzufrieden.


Unterm Strich bringt es mehr Minus als Plus, wenn wir unsere Mittagspause so handhaben. Pause ist da um sich zu erholen, körperlich und mental, damit man wieder gestärkt weiterarbeiten kann. Deshalb sollten wir umso bewusster Pause machen, wenn wir sehr viel zu tun haben, unser Körper-Seelensystem wird es uns danken!


Die Gastronomie hat erforschen lassen wie sie mehr Leute in ihre Restaurants bringen kann. Eine wichtige Erkenntnis ist, dass unbedingt Gesundes auf der Speisekarte stehen muss, auch bei Fastfood-Ketten! Wir Konsumenten gehen hinein mit dem Gedanken ich kann ja Salat nehmen. Wenn mein Gegenüber trotzdem Burger bestellt, kann ich auch Burger nehmen. Gesundes Essen wird so unbewusst zum Vorwand, denn sind wir mal drin und den Düften und Gelüsten ausgesetzt, wird es schwierig zu widerstehen.


Es ist aber noch wichtig zu erwähnen, dass Restaurants uns nicht primär dick machen möchten. Sie wollen Ihnen und mir Burger verkaufen, weil Fleisch mehr Umsatz macht als Gemüse. Das Restaurant will nur das Sie Ihr Geld dort liegen lassen. Darum schauen Sie, dass Sie nicht mit ihrer Gesundheit bezahlen!


Wenn es Lebensmittel gibt von denen wir einfach nicht die Finger lassen können, kann es manchmal helfen, wenn wir diese diskreditieren, d. h. wir schädigen sozusagen ihren Ruf. Wenn es z. B. um Schokolade geht, kann uns die Werbung die Zucker-Kakao-Fett-Masse als etwas unwiderstehliches in Herzförmchen verkaufen. Betrachte ich die Schokolade mal von einer anderen Seite z. B. als eben dickmachende Zucker-Kakao-Transfett-Masse, die meinen Körper so verführen und abhängig machen kann, dass es mir jegliche menschliche Würde nimmt, wirkt sie plötzlich nicht mehr so begehrenswert.


Geben Sie ihren schlechten Speisen unattraktive Namen, wie Cola «flüssigem Zucker», Fertigprodukten «Transfett-Gericht». Es geht nicht darum ihrem schlechten Gewissen noch ein schlechteres zu machen, sondern den Speisen, die uns nicht gut tun und uns so singend entgegentänzeln, die Musik wegzunehmen. Denn Sie sagen damit ja nicht die Unwahrheit, sondern machen sich die Kehrseite des Zuckergusses bewusst, die natürlichen Konsequenzen.


Wenn wir Speisen anbraten oder grillieren gibt es durch die starke Hitze und den Bräunungsvorgang diesen typischen leicht angekohlten Geschmack und teilweise schwarze Kruste. Was hier entsteht nennt sich AGE (advanced glycation end products).


Wenn Proteine mit Zucker verkocht werden sind das diese AGE die Reaktionsprodukte. Leider begünstigen sie Entzündungen aller Art, da sie sich im Körper anreichern können und dieser sie nicht mehr sauber entsorgen kann. So beschleunigen sie das Altern, begünstigen Plaque-Bildung in den Arterien, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Übergewicht und Alzheimer. Wenn sie können, wählen sie lieber rohes oder eine Zubereitungsart wie dämpfen oder in Sauce oder Wasser kochen, statt trockene Hitze, so dass alles noch bissfest ist.




Achtsam Essen - gemeinsames Essen - Fastfood

Dieser Punkt hätte man auch in das Kapitel "Wie esse ich?" stellen können, denn das Wann-esse-ich bestimmt oft das Wie-esse-ich. Deshalb überschneiden sich diese zwei Kategorien in diesem Kapitel.


In der Regel bekommen wir Hunger weil unser Blutzucker sinkt. Zucker liefert unserem Körper am schnellsten Energie, infolge dessen greifen wir eher nach stark zuckerhaltigen Speisen, zur Not auch zu sehr fetthaltigen - ach am besten beides! Unsere Wahl wird auf etwas Ungesundes fallen, Dessert oder Fastfood, wenn wir uns im Zuckerloch befinden. In Experimenten wurde festgestellt, dass nach einer „Fastenzeit“ von Abend- bis Mittagessen am Folgetag, die Neigung zu Weissbrot und Pommes zu greifen doppelt so gross ist.


Eigentlich nichts Neues, das kennen wir von uns selbst; auch dass nach einer längeren Zeit ohne Essen, die Mahlzeit deutlich grösser ausfällt als sonst. Nicht selten endet so was in einem (Fr)Essanfall. Es wird dann nicht mehr anständig gegessen sondern die Kau-Geschwindigkeit nimmt zu bzw. wird auch gerne ausgelassen. Man schlingt fast willenlos! Dass dies für den Darm nicht wirklich gesund ist, muss ich vermutlich nicht betonen. Wenn wir zu schnell essen, bleibt der Verdauung zu wenig Zeit dem Gehirn zu melden das wir satt sind. Ca. 20 min dauert dieses Meldesystem.


Beim Schlingen essen wir locker über unsere eigentliche Sättigungsgrenze hinaus. Tun wir das regelmässig, müssen wir zuerst wieder lernen Sattheit zu bemerken. Achten Sie sich doch mal darauf, wie sich Sattheit bei Ihnen anfühlt. Sind sie erst in der Lage Sattheit zu spüren wenn alle Schüsseln leer sind?


Beim hastigen Essen wird automatisch auch viel Luft geschluckt. Dadurch entsteht ein zusätzliches unangenehmes Völlegefühl. Ausserdem führt die zu schnelle Befüllung des Magens dazu, das dieser mit dem Volumen überfordert ist und für die Mengenbewältigung zu viel Magensäure produziert. Seine Aufgabe ist es die Nahrung zu einem akzeptablen Speisebrei zu machen, damit es weiter in den Darm kann. Schafft es das nicht, hätte unser Organismus ein Problem, da er zu wenig Nährstoffe aufnehmen könnte. Deshalb schüttet er so viel Säure wie möglich aus, denn er weiss ja nicht wie vernünftig wir in solch einem Moment sind, oder ob da noch mehr von oben kommt. Nun das ganze zu-viel-Säure-Desaster führt zu einer Reflux-Ösophagitis, auch Sodbrennen genannt. Bei Experimenten wurde festgestellt, dass ein Essen, welches in 5 Min statt in 30 Min verspeist wurde, mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% zu Sodbrennen führt!


Ein weiterer Punkt, der unglaublich wichtig aber extrem unterschätzt wird, ist das Kauen! Wie bereits erwähnt wird beim Schlingen weniger gekaut und der Magen braucht mehr Säure zur Zerkleinerung der Mahlzeit. Deshalb wird langsames Essen so gelobt! Je bessere Vorarbeit unser Kiefer leistet, desto weniger Säure braucht der Magen, desto unwahrscheinlicher wird ein Reflux und desto höher wird die Qualität des Speisebreis, die Nährstoffaufnahme, Darmschädigungen gehen zurück, unsere Bakterienflora ändert sich positiv, wir furzen weniger und haben es angenehmer beim Toilettengang. Ja wenn wir uns einfach ein bisschen mehr Zeit zum Geniessen geben, kann das wirklich unsere Lebensqualität verändern! Auch wenn wir körperlich an den Folgen unseres Handels leiden und so über unseren Körper schimpfen, sind doch wir die Verantwortungslosen, weil wir nicht gut genug auf uns achten. Regelmässige 30 Min Essenszeiten, mit nicht zu grossen Kohlenhydratmengen, beugen solche Situationen vor.


Fressanfälle sind häufig Folge eines Lebensmusters, z. B. eines hektischen Lebensstiles, was sich wirklich vermeiden lässt. Meist ist das Essen in einem solchen Lebensstil sehr nebensächlich, etwas was „erledigt“ werden muss, oder das Bedürfnis wird so verdrängt, dass der Körper förmlich schreien muss um gehört zu werden. Deshalb sage ich es gerne noch einmal, es ist der unweiseste Weg gegen seinen Körper zu arbeiten oder ihn gar zu hassen!


Gewöhnen Sie sich doch an unterwegs ein paar Nüsse oder Kokoschips bei sich zu haben. Wenn der kleine Hunger kommt, lässt sich damit eine kleine Brücke bauen, bis man etwas „Vernünftiges“ gefunden hat oder die Zeit zum Essen gekommen ist. Ansonsten landen Sie wieder in einem Zuckerloch.


Noch fataler übrigens ist es, einen kleinen Hunger mit Light oder Diät-Softgetränken wegzutrinken! Der volle Bauch durch die Flüssigkeit entlastet womöglich die ersten 2 Min. Danach wird der Hunger doppelt so schlimm zurückkommen, mitsamt schlechter Laune! Gegen Hunger hilft leider nur Essen, verschaukeln Sie sich selbst nicht! Wenn Sie Hunger haben, dann braucht ihr Körper Energie, ob ihnen das passt oder nicht. Er leistet ja auch einiges, womöglich mehr als Sie und damit meine ich ihre Seele.


Das ist weder schlimm noch tragisch. Schlimm und tragisch ist bloss wie wir auf dieses Hunger-Bedürfnis reagieren. Wir verlieren die Be-Herrschung, wenn wir schlechte Herrscher über unsere Bedürfnisse sind; im Seelischen wie auch Körperlichen Bereich. Darum nehmen Sie sich an der Nase und geben Sie ihrem Organismus das was er braucht. Es ist eine lohnenswerte Investition sich darüber Gedanken zu machen. Betrachten Sie den Aufwand, wie Ihre Pensionskasse, in die sie regelmässig einzahlen. Am Anfang bringt es nicht so viel sichtbaren und nutzbaren Ertrag, doch mit den Jahren zahlt es sich immer mehr aus. Im Alter sind Sie Ihrem Körper dankbar wenn er sie immer noch zuverlässig von A nach B bringt, ihr Oberstübchen noch funktioniert, ihre Verdauung und alten Knochen noch ganz verlässlich funktionieren.


Empirische Untersuchungen haben gezeigt, dass wir für andere weniger gesundes Essen kaufen, als für uns. Kommt Besuch bietet man selbstverständlich Kekse an, bei einer Sportveranstaltung wo man zuschaut werden Kalorien verdrückt, als wäre man selbst Athlet und an Kindergeburtstagen ist Kuchen und allerlei ungesundes Pflicht. Ironischerweise sage ich damit den Menschen, die ich sehr lieb habe, dass mir ihre Gesundheit nicht so wichtig ist, wie meine, bzw. unterstelle ich ihnen, dass ihnen ihre Gesundheit nicht so wichtig ist. Ich ermutige Sie darum dieses Verhalten zu durchbrechen und ihren Gästen leckere gesunde Alternativen zu bieten! Googeln sie nach ein paar gesunden Rezepten, es lohnt sich!


Auch wenn man selbst zu Anlässen oder einfach so Geschenke von anderen erhält, beinhalten diese oft ungesunden Lebensmittel. Man schenkt sie, weil sie gut schmecken, aber nicht weil sie uns gut tun. Genieren sie sich nicht diese bei Gelegenheit einfach in den Müll zu entsorgen. Nur weil wir sie geschenkt bekommen, müssen wir uns nicht verpflichtet fühlen sie zu konsumieren oder noch blöder sie jemand anderem zu schenken.


Es ist nicht leicht sich selbst zu disziplinieren und unser Umfeld ist nicht immer sehr unterstützend dabei. Wer Drogen- oder Alkoholsüchtig ist, kann Ausgehviertel, Kneipen und Suchtstoffe meiden. Wer Diabetes hat, einfach abnehmen will oder Zuckersüchtig ist, muss seine «Droge» dosieren. Doch wenn man freundlich ein Stück Kuchen ablehnt, kommt häufig ein «ach hab’ dich nicht so» oder «nur ein kleines Stückchen». Auch das ist nicht böse gemeint, doch es grenzt wie gesagt an Nötigung.


Überlege, würden Sie das mit Alkohol zu einem Alkoholiker sagen? Niemals! Aber mit Kuchen bei einem Zuckersüchtigen sehen wir plötzlich kein Problem. Gerecht ist das nicht, aber (leider) im sozialen Rahmen.

  • 50%, also jeder zweite, einer Befragtengruppe, gab an, schon auf diese Weise genötigt worden zu sein

  • 35%, jeder dritte, litt unter spöttischen Bemerkungen, als sie Diät machten

  • 56%, auch jeder zweite, hat deshalb schon gegen seine Diät verstossen, um es anderen Recht zu machen

  • 51%, jeder zweite, wich von seiner Ernährungsweise ab, weil er wie alle anderen sein und nicht auffallen wollte

Leute, wieso sind wir so gemein zueinander? Wir sollten uns lieber unterstützen und wohlwollend sein! Dafür muss uns das Wohl des anderen am Herzen liegen, ja es muss sogar ein bisschen über meinem stehen, denn wenn er nicht sündigt, muss ich mein schlechtes Gewissen, dass ich es tue, vielleicht doch ganz alleine tragen.


Wer nicht frühstückt verleitet seinen Körper dazu mehr Fett zu speichern, weil er morgens nicht mit Nährstoffen versorgt wird, die er nach der Fastenzeit, während des Schlafs, jedoch braucht. Versuchen Sie etwas zu essen das ihren Blutzucker nicht zu sehr in die Höhe treibt, dann werden sie tagsüber eher von der Blutzuckerachterbahn verschont.


Eine weltumspannende Beobachtungsstudie hat ergeben, dass unser Ernährungsverhalten gegen den Abend hin unkontrollierter wird. Es macht also Sinn morgens ausgiebig zu essen, wenn wir noch bei Verstand sind. Abend will unser müdes Gehirn nur noch Kalorien, egal was für welche, wenn es den Tag durch zu wenig hatte.


Leichtere Mahlzeiten am Abend verhelfen ausserdem zu einem besseren Schlaf. Wenn der Magen und Darm noch bis tief in die Nacht mit verdauen beschäftigt ist, fühlen wir uns am nächsten Tag nicht sonderlich erholt. Kein Wunder, der Körper hat ja auch noch gearbeitet. Da er abends von den Biorhythmen her sowieso nicht gut mit viel Nahrung umgehen kann, landet alles was wir Nachts noch zu uns nehmen schneller auf den Hüften.


Bei einem Experiment mit Schokoladenliebhabern wurde die Genussfähigkeit getestet. Es wurden zwei Gruppen gebildet, wobei alle ein Stück Schokolade bekamen. Die eine Gruppe musste versprechen eine Woche lang keine Schokolade mehr zu essen. Die andere Gruppe wurde ermutigt so viel Schokolade zu essen, wie sie wollten und wurde dafür mit einem 1kg-Paket in die Woche entlassen. Nach dieser Woche wurde allen erneut ein Stück Schokolade serviert, wobei die Abstinenten dieses Mal Hochgenuss beim Verzehr empfanden und die anderen keinen. Schokolade ist tagtäglich und «normal» geworden.


So simpel es ist, der Genussfaktor steigt bei Abstinenz. Also weniger, gelegentlicher Verzehr bringt mehr Freude. Versuchen Sie das Genussmittel ihres Herzens nur einmal in der Woche zu geniessen, bei Schokolade max. eine halbe Tafel. Wählen sie doch bevorzugt eine dunkle Sorte mit min. 70% Kakao. Nur jene hat genügend Flavonoide, welche das Herzinfarkt- und Gehirninfarktrisiko reduzieren, was Milchschokolade nicht bieten kann



5. Risiken und Veranlagung

Die grössten gesundheitlichen Risiken sind unsere persönlichen Veranlagungen. Deshalb will ein Arzt immer wissen, ob es schon bekannte Krankheiten in der Familie hat. Bei jeder Therapie muss der Arzt jene bei ihnen berücksichtigen, denn wir alle sind individuell. Doch kein Arzt kann so gut über Sie Bescheid wissen wie sie selbst. Deshalb ist es so wichtig, dass Sie über sich und ihre Veranlagungen informiert sind. Oft wissen wir dies nicht, weil unsere Verwandten das auch nicht wissen und sie erkranken an Krebs. Hätten sie vorher Bescheid gewusst, hätte mit dem entsprechenden Lebensstil dies womöglich verhindert werden können.


Krebs ist nicht Schicksal, nur die Veranlagung dazu. Haben Sie z. B. die Neigung zu Nierenkrebs, interessiert Sie vielleicht, dass in einer Studie gezeigt wurde, dass eine einzige fettreiche Fischmalzeit pro Woche ausreicht um das Nierenkrebsrisiko um 44% zu senken. Die Personen dieser Studie hatten dies 10 Jahre lang so gehandhabt und schlussendlich ein 74% geringeres Risiko an Krebs zu erkranken, als die übliche Bevölkerung. Versuchen Sie ihren Bedürfnissen gerecht zu werden, um ein langes gesundes Leben führen zu können.


Was wir so von unseren Verwandten vererbt bekommen, können wir uns ja nicht aussuchen. Genauso ist das mit der genetischen Vererbung, die unser Körper mitbringt. Ob wir nun einen eher kräftigen Körperbau, gute Fettverwerter oder schlechte Muskelaufbauer sind, sollte aber nie eine Ausrede sein, krank zu werden. Wenn man eine genetische Veranlagung hat z. B. für hohes Cholesterin, nennt man das eine „Disposition“. Man hat sozusagen keine gute Start-Position erwischt.


Gene sind einzelne DNS-Abschnitte auf unseren Chromosomen, dem Genom, das ist unsere Bibliothek mit dem gesamten Bauplan unseres Körpers. Das Erbgut ist der Masterplan sozusagen und ist in jedem Kern unserer Zellen zu finden. Für z. B. die Herstellung von Fett-Abbau-Molekülen hat der Körper ausgeklügelte Mechanismen, wo er bei den Chromosomen genau nachschauen kann, wie der Herstellungsplan ist.


Jetzt gibt es vielleicht ein defektes Gen (DNS-Abschnitt), den man von der Mutter vererbt bekommen hat, mit welchem Moleküle produziert werden, die helfen Fett viel zu gut zu verwerten, so dass man also Fetteinlagerungen begünstigt. Dann hat man aber vielleicht noch ein DNS-Abschnitt in der Chromosomenbibliothek, welches vom Vater stammt, das aber helfen könnte Fett gesünder zu verwerten. Für welches sich nun der Körper entscheidet hängt auch von unserem Lebensstil ab. Ist der Körper mit sehr vielen anderen Entzündungsprozessen beschäftigt und wird durch zu wenig Vitamine ungenügend unterstützt, wird vielleicht eher das Gen der Mutter verwendet. Wird der Lebensstil besser, hat der Körper womöglich plötzlich die Möglichkeit besser geeignete Gene zu verwenden und wählt nun jenes der Vaters. Spezialisten nennen diesen Vorgang, das Zusammenspiel zwischen Umwelteinflüssen und unseren Genen, Epigenetik. Du entscheidest mit welche Möglichkeiten dein Körper hat!


Es gibt vererbte Krankheiten, ja klar, aber wenn man einfach eine Disposition hat, braucht es oft immer noch unser eigenes Tun, dass diese Krankheit auch ausbricht. Ihre Lebensweise kann mehr Gewicht haben, als ihre genetische Veranlagung, die Sie mitbringen. Wirklich! In der Forschung konnte an einem Experiment mit 20 000 Menschen, die eine Disposition für Übergewicht haben, gezeigt werden, dass körperliche Aktivität die Wahrscheinlichkeit wirklich übergewichtig zu werden um 40 % reduziert konnte.


In einem anderen sehr erstaunlichen wissenschaftlichen Projekt wurde erwiesen, dass schon eine über 3 Monate dauernde, verbesserte Lebensweise, eine Veränderung im Verhalten von bis zu 500 Genen zeigt! Gene welche die Krankheit begünstigen wurden inaktiver und Gene welche die Krankheit eindämmen wurden aktiver. Man nennt dies Genexpression. Nicht all unsere abertausenden Gene, die wir zwar haben, werden auch wirklich eingesetzt. Manche können wir an unsere Kinder weitervererben, obwohl unser Körper sie nie gebraucht hat.


Wenn man raucht wird unsere DNS z. B. erheblich geschädigt, umgebaut und mutiert. Der Körper hat eine Menge Arbeit die DNS zu reparieren. Hört man mit Rauchen auf, erholt sie sich die DNS auch wieder. Es ist so sogar möglich Krankheitsveranlagung mit der richtigen Lebensweise völlig zu neutralisieren. Also übernehmen Sie Verantwortung und beginnen Sie sich selber liebevoll ernst zu nehmen, egal welche Start-Position ihr Körper ihnen zur Verfügung stellt. Womöglich hat ihr Körper Gene in seiner Bibliothek, von denen Sie noch gar nichts wussten!


Die internationale Studie «Interheart» verglich 15000 Menschen aller Kontinente, die einen Herzinfarkt erlitten haben. Sie kamen zum Schluss das zu 90% ihr Lebensstil Verursacher war.


Die Zeit nach einem Herzinfarkt ist besonders heikel. In der Studie starben in dieser Zeit 25% der betroffenen Männer und 38% Frauen. Wichtig für Sie und mich ist darum zu wissen, wie es um unseren Blutdruck und unser Cholesterin (HDL) steht. Lassen Sie es sich idealerweise testen und über die Werte beraten. Täglich 30 min Bewegung und gesunde Ernährung wirken prophylaktisch, schon ein 10min-Spaziergang ist besser als nichts. Unter diesen Bedingungen sinkt ihr Herzinfarktrisiko um ganze 70%.


Noch etwas kurioses. Forscher der Universität Alicante haben mittels einer Studie von rund 30000 Menschen auf Verbindungen zu 27 verschiedenen chronischen Krankheiten untersucht und festgestellt, dass diese mit dem Geburtsmonat zusammenhängen. Der Studienleiter Prof. Jose Antonio Quesada erklärt sich dies so, dass man zu diesem Zeitpunkt oder vorher noch im Bauch der Mutter, den gegebenen Umwelteinflüssen UV-Lichtintensität (Vitamin D), Temperaturen oder saisonalen Krankheiten von Viren oder Bakterien ausgesetzt war. All diese Punkte haben Einfluss auf die Gebärmutter und die kindliche Entwicklung. Aber entscheiden Sie selbst, was Sie davon denken.


Die Ergebnisse:

  • Januar: Migräne, Wechseljahrbeschwerden und Herzinfarkte

  • Februar: Osteoarthritis, Schilddrüsenprobleme und Blutgerinnsel

  • März: Verdauungsprobleme, Rheuma und Arthritis

  • April: Tumore und Bronchitis

  • Mai: Chronische Allergien

  • Juni: Inkontinenz

  • Juli: Chronische Rückenschmerzen und Asthma

  • August: Arthritis und Blutgerinnsel

  • September: Schilddrüsenprobleme und bösartige Tumore

  • Oktober: Hohe Cholesterinwerte und Anämie

  • November: Krampfadern

  • Dezember: Bronchitis und Asthma



Quelle: Rath, Tom. EAT MOVE SLEEP, Was uns wirklich gesund macht. München: Wilhelm Goldmann Verlag, 2015; Svenja Hillmann. Chronische Erkrankungen; Was dein Geburtsmonat über deine Gesundheit verrät. Blogbeitrag, Cosmopolitain.de, 27.6.2017; 17:10.


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