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Erziehung 3/3 - Ermutigung statt Verwöhnung

Ermutigung statt Verwöhnung: Gleichwertige Erziehung schafft gesunde Beziehungen in Familien und ist v. a. eine Frage der Haltung der Eltern, wie wir unseren Kindern Grenzen setzen und sie ermutigen.

Teil 3/3 zum Thema Verwöhnung und Erziehung. Dieser Text fungiert als einen kurzen Erziehungsratgeber und hat kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Ermutigung statt Verwöhnung - gleichwertige Erziehung schafft gesunde Beziehungen in Familien

Inhalt



1. Erziehung - eine Frage der Haltung

Gesunde Autorität wird oft negativ bzw. falsch verstanden. Jemand der umgangssprachlich autoritär auftritt hat nicht die Eigenschaften, die guter Autorität zugrunde liegt. Sogenannte "gute Autorität" nennt sich autoritativ. Leider ging mit der Gegenbewegung der Autoritären Erziehung die guten autoritativen Eigenschaften unter und es bildeten sich die Irrtümer der Antiautoritär-liberalen Erziehung. Jene Irrtümer wären:


  • Mythos der grenzenlosen Freiheit, uneingeschränkte Selbstbestimmung und Nachgeben um jeden Preis

  • Liberal wurde mit Gleichgültigkeit gleich gesetzt und der generellen Ablehnung von Erzieherischen Zielen

  • Die Leugnung des Überlegenheits- und somit auch Verantwortungsgefälle zwischen Kind und Erwachsene und dessen Verzicht zur Macht, Lenkung und Beeinflussung und somit der Orientierungshilfe

  • Das Erwachsenenbeziehungen ein Modell für Kinder-Erziehung wäre


Wichtig ist, um die Geschichte zu verstehen, dass die Antiautoritären Erziehung, zu Recht auf die Ablehnung der schlechten autoritären Erziehung, mit ihrer Bevormundung, Zwang und Härte, als gewollte Korrekturbewegung zurückzuführen ist. Nur leider ist sie als krasses Gegenteil einfach ein anderes ungutes Extrem. Wenn etwas extrem schlecht ist, ist sein Gegenteil nicht zwingend extrem gut!


1.1. Gesunde Autorität – Autoritativ erziehen

Kinder brauchen Orientierung im Leben, sprich gute Führung von Erwachsenen. Damit haben wir eine Autorität im Leben der Kinder. Wahre Autorität braucht jedoch keine typischen Machtmuster, sondern zeigt sich als Wertevermittler. So wird sie freiwillig akzeptiert. Sie ist ermutigend, nicht entmutigend!


Wenn wir von Autorität sprechen, dürfen wir auch bei Gott davon ausgehen, dass er die wahre souveräne Autorität ist, in Sinne von autoritativ. Gott ist die Wahrheit und das ist wahre Autorität. Sie ist ein Fundament vom christlichen Glauben. Dass die Kirchengeschichte zeigt, dass auch diese Autorität missverstanden werden kann, ist unbestritten. Doch Gläubige glauben zum Glück nicht an Christen der vergangen Katholischen Geschichte, die Autorität falsch verstehen und Kirche missbrauchen können, sondern an Jesus und der ist der Ewige und einzige Souverän. Nur er vermag mit Liebe so zu überzeugen, dass seine Autorität freiwillig angenommen wird.


Die Standpunkte von Autorität, ausgehend von Gottes Souverän und christlicher Nächstenliebe, sind folgende:


  • Orientierung, Vorbild und Leitung

  • Verantwortung und Verbindlichkeit

  • Überzeugung durch Echtheit

  • Ausgeglichenheit und Selbstbeherrschung (gesunder Selbstwert)

  • Werte und Gewissen

  • Ermutigung


Orientierung, Vorbild und Leitung, statt Fremdbestimmung

Autorität fördert, aber verführt nicht. Autorität lat. augere = mehren, fördern, entwickeln; Autorität will Bildung, Wissen vermitteln und vermehren. Jene Forderung fördert. Manipulierende Macht verführt zum Eigennutz. Vorbilder sind selbst Abbilder eines Urbilds; im besten Fall von Gott, im Sinne von Gottes Nachfolger. Eltern sind Vorbilder im Handeln und Tun für ihre Kinder. Kinder sind nämlich gute Beobachter und schauen sich alles ab. Charaktereigenschaften, Handeln und Lebensweisen werden übernommen oder abgelehnt und dann einfach gegensätzlich gelebt. Das Vorleben und Tun von Erwachsenen lehrt und prägt stärker als Worte. Menschen mit Autorität sind «wie das Licht für die Welt, wie eine erleuchtete Stadt auf dem Berge» Matt. 5, 14.


Verantwortung und Verbindlichkeit sind Nächstenliebe

Auch hier, wer Verantwortung und Verbindlichkeit lehren will, muss mit Vorbild voran gehen. Wer Verbindlich lebt kann sich selbst festlegen und Standpunkt beziehen. Man ist berechenbar, zuverlässig, kann überzeugen und hat Profil.


Verlässliche Menschen bleiben stetig in ihren Meinungen, können sich aber einsichtig und weise ändern, wenn sie falsch liegen. Bei Verantwortung übernehmen sie ihre Schuldigkeit, denn da steckt das Wort Antwort drin. D. h. wir müssen uns vor jemandem ver-antworten, rechtfertigen, wenn wir nicht sorgsam mit unserer Verantwortung umgehen. Mit unserem Handeln antworten wir auf die Fragen des Lebens. Wie willst du entscheiden? Wie willst du leben? Was ist dir wichtig? Nach welchen Werten lebst du?


Die Fragen der Verantwortung werden sozusagen von jemandem an jemand anderen gestellt. Man kann aber keine Verantwortung klar be-antworten, wenn man nicht weiss von wem sie kommt. Wenn wir wissen, dass alles von Gott kommt, denn Gott ist das Leben, dann wissen wir wie der Massstab unserer Verantwortung aussieht.


Dieser heisst: „Du sollst den Herrn deinen Gott lieben aus deinem ganzen Herzen, aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Gemüte“, spricht der Herr, „dies ist das grösste und erste Gebot. Das andere aber ist diesem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Matt. 22, 37-39).


Dies ist der «Generalschlüssel» für ein friedliches Zusammenleben. Nächstenliebe beinhaltet Achtung, Respekt, macht andere nicht abhängig und will kein schlechtes Gewissen beruhigen. Sie kümmert sich und sieht andere gleichwertig.


Menschen die unverlässlich, unverbindlich und wage bleiben, werden schnell unberechenbar, nicht vertrauenswürdig und wirken unecht. Sie bleiben anderen ihre Antwort schuldig. Solche Leute mogeln sich durchs Leben, werden unglaubwürdig und wirken alles andere als autoritär.


Überzeugung, statt Überreden, Authentizität

In der Überzeugung steckt das Wort Zeuge. Das ist der Unterschied, der die Begegnung auf Augenhöhe möglich macht. Nur wer echt ist kann auch damit überzeugen, was Wahrheit ist. Gefühle, Denken und Handeln sind identisch. Er ist ein glaubwürdiger Zeuge seiner selbst, frei und unabhängig. Sicherheit ruht in ihm, dass weckt Vertrauen, trägt Verantwortung und zwingt sie nicht auf.


Ausgeglichenheit und Selbstbeherrschung

Autorität kommt aus dem gesunden Selbstwert heraus, statt aus dem Minderwert. So kann sie mit Ausgeglichenheit, Besonnenheit und durch gesunde Kooperation agieren. Bei Minderwertigkeitskomplexen kann eine herrschende Macht die Überkompensation sein.


Selbstbeherrschung lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und bleibt sachlich. Sie respektiert sich und darum auch andere. Falsche Autorität diskutiert, steigt in den Machtkampf mit ein, straft und fordert Gehorsam. Echte Herrschaft bleibt bestehen, trotz Schwäche und Fehler, sie muss nicht bewiesen werden, kann sich stellen und wird nicht angezweifelt. Sie verbindet, wirkt ausgleichend, findet Kompromisse und beruhigt. Innere Stärke muss sich nicht stark zeigen.


Werte und Gewissen

Egoismus ist (fast) gewissenlos, darum wird dabei manipuliert und sich rigoros durchgesetzt. Gewissen hat mit unseren Werten zu tun. Schlechtes Gewissen hat man, wenn man seinen Werten gegenüber nicht nachkommt. Man weiss innerlich, dass was man gerade tut oder getan hat, ist (nach dem eigenen Gewissensmassstab) nicht gut, darum hat man ein schlechtes Gewissen bzw. Schuldgefühle. Man bleib sich der Verantwortung gegenüber der eigenen Werte schuldig.


Heute will man lieber mit guter Gesundheit und Fitness ein reines Gewissen haben, statt sich den altbackenen, biblisch moralischen Themen wie Schuld, Sünde, Unrecht und Lüge zu stellen. Gesunde menschliche Autorität kennt die wahre Autorität und seinen Platz in der Welt. Der Mensch allein ist nicht der Mittelpunkt. Wer Herz hat, hat ein Gewissen.


Ermutigendes Lob

Souveräne Autorität braucht nicht selbst den Mittelpunkt, sondern kann Gutes benennen, Leistung sehen, anerkennen und Gelungenes zur Sprache bringen. Sie kann Verdienste hochheben und Zufriedenheit in Worte fassen. Sie kann ermutigen. Lob braucht unvoreingenommene und uneigennützige Nüchternheit um echt zu wirken.



2. Grenzen setzen verhindert Verwöhnung

Kindern keine Grenzen zu setzen, ist wie ein Keim, der Verwöhnung hervorruft. Grenzen und Regeln werden manchmal als negative Einengung verstanden. Solche Eltern wollen den Kindern freie Entfaltungsmöglichkeit geben, verpassen dabei aber die wertvolle Schutzfunktion von Grenzen, wenn gar nicht alles möglich sein kann. Regeln sind eine Lebenserleichterung für funktionierende Abläufe, bei Gerechtigkeit, Sicherheit und Struktur. Das Leben hat Grenzen in vielen Bereichen, so ist die Realität. Keine Gemeinschaft kann ohne eine minimale Regelung bestehen. Wenn Kinder das nicht lernen, werden sie lebenslang an dieser empfundenen Einengung leiden, denn das ist für sie einfach nicht normal.


Wenn Kindern nicht gezeigt wird was uns Menschen beherrscht, welchen Bedingungen des Lebens wir uns fügen müssen, damit wir unser Leben erfolgreich in der Gemeinschaft meistern können, werden sie glauben, es sei normal alles selbst bestimmen zu können bzw. dass auch alles von einem selbst abhängt. Sie überschätzen und überfordern sich, werden tyrannisch und können sich nur schwer zu ihrem Besten fügen.


Wenn wir lernen, dass es Wertesysteme und gutes und schlechtes Verhalten gibt, kann ich dabei auch scheitern. Mit diesem Frust muss ich erst mal lernen umzugehen. Fehler passieren, dass ist menschlich, aber das es zum Leben gehört muss ich erst verstehen.


Auch der Umgang mit unseren Lust-Trieben, die sofortige Befriedigung verlangen, aber es nicht immer möglich oder angebracht ist, auch dass muss ich erst begreifen. Wir Menschen haben einen Geist, der sich über unsere Instinkte stellen kann. Wir sind keine Tiere. Aber damit tragen wir auch eine Verantwortung. Die Ausrede, ich habe einfach auf ein biologischen Trieb reagiert, gilt nicht, denn wir können uns anders entscheiden. Wir können uns kontrollieren und über Impulse hinwegsetzen. Aber wir müssen erlernen und üben wie das geht und was uns längerfristig im Leben dienlich ist. Weisheit ist etwas, das kein Tier braucht, ihm reicht Erfahrung, aber der Mensch ist in seiner Erziehung essentiell darauf angewiesen.


"Grenzen setzen" bedeutet nicht automatisch Strafen, Verbote, Moralpredigten oder Züchtigung. Eltern müssen ihren Kinder klar machen, dass auch sie Wesen sind, die Raum brauchen um gesund zu bleiben. Bei gesunden Eltern ist eine gesunde Erziehung wahrscheinlicher. Die Eltern dürfen dabei den Kindern auf ihrer Ebene begegnen, so dass die Erziehung gleichwertig ist, dass ist die Herausforderung.


Kinder suchen sogar Vorbilder und Orientierung. Sie brauchen Leitung, die sie ins Leben begleitet und anleitet. Und Kinder suchen Grenzen gnadenlos bzw. lernen sie, dass es welche gibt und dass sie damit klar kommen müssen. Dass das nicht einfach ist und unser menschliches Ego schmerzt, ist eine Tatsache. Doch endlose Diskussionen, Zögern und Offen lassen, lässt Kinder glauben, dass Grenzen etwas schwammiges sind und nicht wirklich gelten. Rücksichts- und Skrupellosigkeit sind leider die Folgen.


Mit Grenzen bringe ich Kinder Achtung und Respekt bei, dass Fehler damit zwar nicht vermeidet werden können, aber dennoch zum Leben gehören (Weisheit wird möglich). So kann Selbstverantwortung und Eigenständigkeit unter Anleitung gesund gedeihen. Aber es tut ihnen nicht gut, wenn sie bereits von Beginn an wie Erwachsene behandelt werden. Kinder können noch nicht selbstverantwortlich entscheiden und Konsequenzen durchdenken.



Ermutigen statt Verwöhnung - auf Augenhöhe sein

Diese 8 Punkte im folgenden Abschnitt sind theoretische Tipps für die konkrete Umsetzung vom gesunden Grenzen setzen. Ob diese für die ganz persönliche Erziehung nützlich und praktizierbar sind liegt im Ermessen der Betroffenen.


Eltern sollten Kindern Regeln von Institutionen, wie z. B. der Schule, erfahren lassen und nicht unangemessen für sie eintreten. Im Berufsleben muss jeder selber klar kommen. Wenn Lehrer Schüler früher tadelten, haben jene meist von den Eltern auch noch Moralpredigten erfahren. Heute lösen Eltern vermehrt Konflikte der Kinder mit der Schule, sie stellen Pädagogen in Frage und drohen mit Anwälten. Was damit den Minderjährigen vermittelt wird, bleibt unbeachtet.


1. Regeln und Grenzen werden in der Familie gemeinsam besprochen

Kinder wissen nicht von selbst was richtig ist und was falsch. Mit einer «Familiensitzung» können solche Beschlüsse «offiziell» gemacht werden und Kinder dürfen sich einbringen und als Teil des Ganzen verstanden fühlen. Folgen werden erklärt und es wird verständlich gemacht, dass das Abendessen z. B. zu einem bestimmten Zeitpunkt stattfindet und warum und auch was passiert, wenn man zu dem Zeitpunkt nicht anwesend ist. Wichtig: Eltern müssen ihre Regeln selbst auch einhalten oder zumindest erklärt wieso für sie andere Regeln gelten! Und bei Verstössen wird nicht neu verhandelt.


2. Kinder die Folge von Grenzüberschreitungen zutrauen

Kinder, welche die Folgen ihrer Grenzmissachtungen nicht spüren, steigern ihre Provokationen (sie suchen die Grenze, geben wir sie ihnen!). Deshalb ist die Anwendung von logischen Folgen (siehe unten) in der Erziehung wichtig, gerade auch bei Teenager! Z. B. nicht TV-Verbot, wenn das Zimmer nie aufgeräumt und die Wäsche nie im Wäschekorb landet, sondern einfach nicht putzen und waschen. Vergisst dein Kind sein Znüniböxli, überlebt es eine Pause ohne Znüni und wird am nächsten Tag eher daran denken.


3. Nicht reden, handeln! Sich nicht erpressen lassen!

Wenn Regeln verkündet werden, das Kind diese aber nicht befolgen will, wird manchmal diskutiert, doch der Erwachsene fühlt sich dabei bald ohnmächtig. Er befindet sich im Machtkampf mit dem Kind und Bestrafung, Drohungen und Beschimpfungen können folgen, wenn die Nerven dann blank liegen. Kinder kennen irgendwann die Schwächen ihrer Eltern und wissen sie geschickt zu führen. Der Erwachsene merkt das in der Regel nicht. Besonders wenn er sich auf Diskussionen oder Verhandlungen einlässt, gerät er in diesen Machtkampf.


Besser ist es sich gar nicht auf Diskussionen einzulassen, sondern in einer Handlung umzusetzen, was bei der Regelbesprechung besprochen wurde. Z. B. der TV wird ausgeschalten um 20.00 Uhr, nicht um 20.05 Uhr. Ein Wecker, der signalisiert, die Zeit ist um, kann auch sehr helfen. Weil dann setzt quasi der Wecker die Grenze und nicht sie. Werden sie dann nicht laut, sondern bleiben sie ruhig und fest, das ist deutlicher als jedes Wort.


Als Erwachsener muss ich wirklich immer bedenken: Wer unsicher ist, wird umgeworfen! Das ist die Herausforderung. Kinder nutzen es schamlos aus, weil sie ihr Gewissen noch trainieren müssen!


4. Auf Verwöhnung folgt Aggression, nicht Dankbarkeit

Eltern müssen verstehen, dass Kinder aggressive Praktiken benutzen, die elterliche Angst nährt, wenn sie Verwöhnung als Normalität erlebt haben. Betroffene Eltern werden dann erpressbar und geben nach. Doch das Nachgeben gibt dem Kind die Bestätigung, dass seine falsche Einstellung richtig ist und funktioniert. Es empfindet Verwöhnung nicht als besondere Geste, als Ausnahme oder Belohnung, sondern wird wütend, wenn es nicht immer diesen Sonderstatus bekommt!


5. Das Kind ist kein Partnerersatz

Dieser Punkt betrifft besonders mit der Ehe unzufriedene Ehefrauen, Alleinerziehende und Mütter, die sich selbst als Kind von den Eltern sehr benachteiligt erlebt haben und jetzt eine andere, bessere Beziehung zu ihrem Nachwuchs haben wollen.


Besonders Söhne werden dabei wie zum «Freund und engsten Vertrauten» auserkoren. Das ist aber Missbrauch! Kinder sind nicht unsere Freunde und müssen auch nicht unsere Bedürfnisse befriedigen! In solchen Verhältnissen werden solche Kinder auffallend undankbar durch die Bevorzugung, sind aber auch total überfordert, quälen sich mit falschen Schuldgefühlen und verpassen ihre Kindheit, da sich bedrängt und eingeengt erleben. Gesund ist, wenn man auch ohne Kinder leben könnte.


6. Kooperationsfähigkeit beibringen, sonst werden Kinder unbeliebte Einzelgänger!

Verwöhnte Kinder neigen zum Bestimmen, Diktieren und andere in den Dienst zu stellen; auch im Spiel. Wenn nicht so gespielt wie sie es wollen, wollen sie nicht mehr. Sie wüssten nicht wie man sich anders verhält. Doch Kinder müssen streiten lernen, trainieren wie man mit Konflikten und dem eigenen Wollen, Können und Sollen und das der andern, umgeht. Kinder aus dem eigenen Harmoniebedürfnis heraus daran zu hindern, ist sehr schädlich!


Unsere Wettbewerbs-Gesellschaft verlangt nach Menschen, die ein Miteinander können und sich trotzdem Konkurrieren bzw. mit Niederlagen und Unterlegenheit, sowie konstruktiv mit Siegen und Überlegenheit umgehen können. Kooperative Kindern fordern von verwöhnten Kinder Gleichwertigkeit, die sie nicht leben können. Wenn sie sich nicht in Rollen von mächtigen Tyrannen-Positionen finden, werden sie ausgeschlossen und unbeliebt, erfahren vielleicht sogar Mobbing. In diesen Opfern speichert sich Hass und Wut, die sich in Amokläufen entladen kann!


7. Kindern das Leben zutrauen

Bei Verwöhnung neigen Erwachsene dazu Gefahren zu überdramatisieren, aus Angst die Kinder könnten damit nicht umgehen. Anforderungen werden Kinder nicht zugetraut, was dazu führt das sie sich selbst keine Verantwortung zutrauen. Diese Kinder entwickeln kein Selbstvertrauen und Unsicherheiten bis zur Lebensangst und Lebensentmutigung, durch mangelnde erfolgreiche Erfahrungen. Sie glauben dem Leben nicht gewachsen zu sein, weil sie keine Erfolgserlebnisse hatten. Kinder brauchen Zuspruch und Ermutigung, Eltern, die an sie glauben und ihnen vertrauen, dass sie können.


8. Kindern zum Mithelfen bitten

Auch wenn Kinder viel Nerven kosten und der Alltag viel fordert, müssen Eltern Kindern gleichwertig begegnen und sie höflich, nett und freundlich um Mithilfe bitten, auch wenn ein «Nein» kommen könnte. Mit Forderungen, Stänkern, Beleidigt sein, Strafen und Gemotze gewinnen wir Kinder nicht zur freiwilliger Mithilfe. Wenn sie sich als wertvoller und angesehener Teil der Familiengemeinschaft sehen, wollen sie auch ihren Beitrag leisten, denn das wollen gesunde Kinder wirklich! Beitragen können schenkt Bedeutung und Selbstvertrauen. Wenn wir ihnen mit Respekt begegnen, werden wir Respekt auch fordern dürfen und meist auch ernten.


3.1. Logische Folgen nach Grenzüberschreitung

Die Anwendung von logischer Folge ist i. d. R. gleichwertiger und meist wirkungsvoller als Strafe. Das Kind erfährt unmittelbar nach dem Grenzübertritt die wertneutrale, logische und teils natürliche Konsequenz seines Handelns und dass die Hilfe von Eltern (noch) notwendig ist. Das Kind lernt dabei Einsicht und Weisheit.


Man unterscheidet zwischen natürlichen und logischen Folgen:

  • Natürlich: Niemand muss extra dazwischentreten damit die Folge eintritt: z. B. eine Beule nach Unachtsamkeit, eine Verbrennung beim Berühren der heissen Herdplatte, wenn ich meine Lese-Brille vergesse, kann ich nicht gut lesen…

  • Logisch: tritt nach einer Planung und Abmachung ein: z. B. wenn ich beim Fussball ein Foul begehe, bekomme ich eine gelbe Karte; wenn ich in der Schwimmhalle in Unterhosen, statt Badeanzug schwimmen will, schickt mich der Badmeister nach Hause,…


Warum die Anwendung von logischen Folgen den Strafen bevorzugt werden sollte? Dazu zwei Punkte:


1. Logische Folgen sind die sofortige Konsequenz von Fehlverhalten und benötigen keine zusätzliche Moralpredigt

Das Kind kann die Beziehung zwischen dem eigenen Beitrag und dem Resultat erfahren. Wenn es z. B. etwas willentlich oder unwillentlich kaputt gemacht hat und es nicht repariert werden kann, muss es damit Leben, dass es nie wieder ganz ist. So ist die Realität. Es sollte nicht einfach neu gekauft werden, wenn dann vom eigenen Taschengeld. Auch bei versehentlichen Beschädigungen müssen wir Erwachsene ja selber bezahlen.


Dazu braucht es auch keine zusätzliche Bemerkung, weitere Erklärung und Bewertung von den Eltern; dies löst nur Zorn und Wiederspruch aus. Gerade wenn Eltern eine eigene Schadenfreude bei sich bemerken ist die Erziehung dahin. Wir können Kinder nicht zu etwas zwingen, wir beherrschen sie nicht und lassen uns auch nicht von ihnen beherrschen. Wir können sie nur zu "gutem" Benehmen anregen und zeigen was für Vorteile gutes Benehmen mit sich bringt. Als gleichwertige Erzieher haben wir kein Recht sie zu bestrafen, aber gehen auf unangemessene Forderungen auch nicht ein. Wenn sie mit dem Kind diese Prozesse der Folgen und Konsequenzen einfach mit durchleben und Anteil nehmen, als friedliche Zuschauer, haben sie ihren erzieherischen Auftrag erfüllt.


2. Logische Folgen zeigen die gesellschaftliche Wirklichkeit, Strafe zeigt die Macht der Eltern

Strafen, besonders willkürliche, bewirken, dass das Kind nicht wirklich aus seinem Fehler lernt, sondern sich dafür bemitleidet und beim nächsten Mal trotzt oder sich sogar rächen will. Strafen, sei es z. B. nur Gemüse essen zu müssen, alleine mit sich im Zimmer zu spielen, oder Fernsehverbot, etc., werden prägend negativ sein. Das Kind wird sich als Erwachsener immer auch zukünftig bestraft fühlen, wenn es Gemüse essen muss und sich mit dem Gegenteil belohnen, sprich sich selbst verwöhnen wollen. Zudem sind Kind und Eltern dabei wütend aufeinander. Nicht gut.


Wenn Eltern dem Kind die Verantwortung und das Tragen von Konsequenzen zutrauen, lernt das Kind i. d. R. von selbst, durch die unangenehmen Folgen seines Handelns, was für ihn besser ist. Das ist ironischerweise genau das, wovor viele verwöhnende Eltern ihre Kinder schützen wollen. Diese Erfahrung dürfen wir ihnen aber nicht nehmen! Wir sollen auch nicht testen, ob das Kind folgsam ist oder nicht, dass wäre nicht gleichwertig. Wir signalisieren vertrauen und erinnern es höchstens daran was es darf, oder nicht darf.


TV-Verbot bei vergessenen Hausaufgaben macht z. B. weniger Sinn, als einfach die vergessenen Hausaufgaben nachholen zu müssen. Ein Kind fühlt Ungerechtigkeit, wenn es das Zimmer nicht aufräumt und darum am nächsten Tag nicht mit in den Vergnügungspark darf. Und dabei hat es auch Recht! Es ist keine Gerechtigkeit im Sinne von Gleichwertigkeit, sondern Bestrafung, eine Machtdemonstration der Eltern.


Kinder müssen lernen, wenn sie ihrer Verantwortung nicht nachkommen, sich dafür Lösungen zu überlegen. Im unaufgeräumten Zimmer findet es vielleicht seine Sachen für den Vergnügungspark nicht mehr und es will dort vielleicht auch niemand mit ihm spielen. Dann braucht es eine Lösung, ein Abwiegen. Meist erledigt sich hier z. B. das Aufräumen auf ein Mass, dass Erziehern nicht gefallen muss, aber meist im Rahmen des Erträglichen liegt. Mit diesen Situationen muss das Kind selber fertig werden und das kann es auch.



4. Unterforderung ist Betrug

Verantwortung muss uns beigebracht werden, sie ist nicht etwas, dass von alleine in uns heranwächst. Verantwortung kann man aber auch noch als Erwachsener lernen. Wenn Kinder nicht darin gefördert werden Verantwortung zu tragen, werden sie ihres Selbstvertrauens beraubt. Sie glauben nicht zu können, weil sie nie mussten und darin keine Erfahrung haben. Sie wissen nicht wie man etwas er-trägt, ver-trägt, aushält, Kraft aufwendet, weil sie Last nie tragen mussten. Das Vertrauen, dass man aber tragen kann, muss erfahren werden, es muss einem zugetraut werden.


Viele Kinder, die heute in unseren Schulsystemen versagen, leiden an angeblicher Überforderung unserer Leistungsgesellschaft. Da ist was Wahres dran, doch viele Kinder haben auch nie gelernt mit Forderungen überhaupt umzugehen. Ohne ein Mindestmass an Förderung werden Menschen lebensuntüchtig.


Kindesmisshandlung ist ein grosses Wort und dass sie der Überbeschützung, ein zu viel des Guten wollen, derart gleichzusetzen ist, muss erst mal erklärt werden. Es wird oft übersehen, dass verwöhnte Menschen tatsächlich unter Verwöhnung leiden. Der Schaden ist nicht sofort feststellbar. Erst nach den ersten Jahren unter Verwöhnung, erleben sie ein sehr unbefriedigtes Leben, als halb geglückte Menschen. Ihre Fähigkeiten sind in vielen Bereichen unterentwickelt, ja wenn nicht sogar verkrüppelt. Verwöhnung kann zur emotionalen Entwicklungshemmung, zur mangelnden Reife und infantilen Erwartungshaltung gegenüber den Mitmenschen führen. Sie leiden unter einem verzerrten Selbstbild, vermindertem Selbstwert, Ängstlichkeit, Unsicherheit und Misstrauen. Psychisch misshandelte Menschen zeigen bei diesen Symptomen tatsächlich Überschneidungen.


Resignierte, entmutigte Menschen, die glauben Versager zu sein, weil sie nichts auf die Reihe kriegen, leben oft ihre eigene Befürchtung und Verurteilung oder jene ihrer Umgebung. Wenn wir z. B. Angst haben ungeschickt zu sein, verhalten wir uns so übervorsichtig, dass wir meist tatsächlich ungeschickt werden! Ihre Selbstaussagen sind wie selbsterfüllende Prophezeiungen. Das ist ein Teufelskreis, doch es gibt Möglichkeiten um da raus zu kommen.


Denkst du, du bist vielleicht selber davon betroffen? Dann könnte dir folgendes helfen:


  • Es braucht Menschen die Rückhaltlos an uns glauben. Wenn jemand von uns überzeugt ist, überzeugt uns das auch oder bestärkt uns zumindest.

  • Weniger Fürsorge erleben. Mit schädlicher Fürsorge sind oft Unterwerfungstendenzen, Rechthaberei und Machtspiele verbunden. Sie lassen den überbehüteten passiv und inaktiv werden.

  • Wer merkt das er kann, findet auch gesellschaftliche Akzeptanz. Wenn wir uns selber wertvoller sehen, können wir auch wertvoller mit anderen umgehen. Finden wir uns abstossend, wirken wir auch auf andere abstossend.

  • Verantwortung übernehmen ist eine Entscheidung. Ein Unselbständiger tritt seine Verantwortung an andere ab. Wer aber selber können will, entscheidet sich Verantwortung für sein eigenes Handeln zu übernehmen.

  • Durch gewonnenes Selbstwertgefühl entsteht Lebenssinn und Freude! In einer Welt, in der ich nur existiere, aber nicht wirken kann, vegetiere ich nur dahin. Da ist viel Sinnlosigkeit und wenig Lebensfreude. Aber wenn ich erlebe, dass mein Tun Einfluss auf das Leben hat, weckt das die Schöpfungskraft, die Gott in uns Menschen hineingelegt hat.



Ermutigung statt Verwöhnung - Erziehung nach fairen Regeln

5. Ermutigung statt Verwöhnung

Ermutigung richtet uns tief im Innern auf und spendet Mut, Kraft und Wille fürs Leben. Ermutigung hat viel mit Kommunikation zu tun, wie wir mit anderen reden, über andere denken, wie andere mit uns und wie wir mit uns selber reden und über uns denken. Wenn wir eine Ressource in uns haben, aus der wir auch in schwierigen Situationen Kraft schöpfen können, gelingt es uns selbst zu ermutigen.


Nicht zuletzt ist hier der Glaube, Gotteskraft eine grosse Ermutigungsquelle. Wenn uns bewusst wird, dass wir selber bzw. von Gott uns bewusst ermutigen kann, wenn wir unseren Fokus auf seine Stärken, seinen Verheissungen und Positives lenken, können wir kleine Wunder bei uns und anderen bewirken. Doch dazu müssen wir bewusst entscheiden was wir glauben wollen und was nicht, auch was andere uns vermitteln möchten oder über uns ausgesprochen haben.


Ermutigung glaubt an die Chance, sie fürchtet sich nicht vor den Risiken und schaut nicht auf 1000 mögliche Gefahren. Wenn du ganz sicher gehen willst, dass du morgen zu Hause wieder ankommst, darfst du das Haus gar nie verlassen. Doch der Glaubende geht im Vertrauen auf den lebendigen Gott, der alles in der Hand hat. Es ist nicht Naivität oder blinder Gehorsam, sondern das Wissen um den eigenen Platz unter Gott und der eigenen Zukunft in der Ewigkeit bei ihm. Wer weiss das es einmal definitiv besser sein wird, kann auch Durchhalten und Aushalten. Die Hoffnung auf ein Besseres gibt Mut zum Leben. Wagnis ist möglich, denn man weiss, dass man nicht tiefer fallen kann, als in Gottes Hände.


Bewusste Kommunikation: Verbale Ermutigung

  • Sei spezifisch: nicht einfach beurteilen und verurteilen, sondern objektiv und sachlich, möglichst genau sagen was einem auffällt. Ich habe gemerkt, dass du immer daran gedacht hast, nach dem Spielen aufzuräumen.

  • Positive Gefühle des anderen spiegeln: Wir fassen was wir empathisch am anderen erkennen in Worte. Du lachst und strahlst so schön. Dir geht es richtig gut!

  • Den Beitrag zum Gemeinschaftsgefühl ansprechen: Ich habe mich sehr gefreut und es war eine grosse Hilfe, dass du gesehen hast, dass dort grosse Unordnung war und du alles sortiert und aufgeräumt hast.


5.1. Selbstwert und Gemeinschaftsgefühl

Kinder die sich schlecht benehmen und Fehlverhalten zeigen, leiden i. d. R. an Entmutigung und verfolgen bestimmte Fehlziele, um ihren Selbstwert wieder herzustellen. Das Leben kann sehr entmutigend sein, wenn Fehler mehr zu zählen scheinen, als das, was wir richtig gemacht haben.


Viele von uns lernen daher zuerst «Fehler zu vermeiden» und nicht «Dinge trotzdem zu versuchen, zu machen, oder zu verstehen». Das ist eine andere Gewichtung und Einstellung. Die Vermeidung drückt die Unsicherheit in der sozialen Stellung/unseren Platz in der Gemeinschaft/unser Ansehen aus. Der Mensch möchte dazugehören, das ist ein sehr starkes Bedürfnis. Wer Angst hat sein Gesicht zu verlieren, wagt keine mutigen Entscheidungen, er geht "auf Nummer sicher". Doch absolute Sicherheit gibt es im Leben nicht, dass ist leider eine Illusion, auch in Beziehungen. Diese bedingungslose Liebe gibt es nur bei Gott. Wir sind mit Nichts in diese Welt gekommen und werden mit Nichts wider gehen. Nur die Schätze, die wir im Himmel sammeln konnten, werden die Ewigkeit überdauern (Matt. 6,20).


Für uns Menschen ist Ermutigung lebenswichtig. Ohne Ermutigung verlieren wir den Lebensmut, den Lebenssinn, Lebensfreude, Aktivität und Zuversicht. Sie baut auf, stärkt das Rückgrat, stabilisiert den Selbstwert, fördert das Selbstvertrauen. Auf Jede Kritik sollten etwa fünf Komplimente folgen, damit keine Entmutigung entsteht. Denn bei Entmutigung resignieren wir, werden pessimistisch, Fehlerorientiert und glauben nicht mehr an uns. Kinder zeigen sich dabei lustlos, desinteressiert, antriebslos und unglücklich.


Ermutigende Erziehung zeigt echtes Interesse, Aufmerksames Zuhören, Geduld und das Gute sehen wollen. Leider neigen Christen eher zur Ermahnung. Ermahnung will bewahren, Schlechtes verhindern, achtet und warnt vor Gefahren. Dies wirkt eher bremsend und hat den Fokus auf Negatives. Das soll auch nicht ausgeblendet werden, doch Fehlerorientierung produziert Angst und Zweifel. Ermutigung weckt Zuversicht und Hoffnung. Dies zeigt sich dabei weniger in Worten, sondern eher im mutigen Handeln. Das gibt Sicherheit auch Durststrecken überwinden zu können.


Optimisten, Sanguiniker und Histrioniker fällt Ermutigung natürlich wesentlich einfacher als Pessimisten. Wer selbst ermutigt ist, kann das auch glaubhafter weitergeben. Auf jede Kritik sollten ca. fünf Komplimente bzw. Ermutigungen vorausgehen, damit keine Entmutigung entsteht. Ermutigung ist also mehr eine Lebensweise, als eine Taktik. Es ist eine Frage der Gesinnung, der Haltung und Einstellung auf welchen Fokus ich mein Leben auslege. Wer ermutigend denkt, strahlt das auch aus. Jemand der an ein Kind glaubt, ermutigt allein durch seine Haltung. Sein Signal gibt der anderen Person das Gefühl trotz Fehler seinen Platz in der Gesellschaft, sein Ansehen nicht zu verliehen. Es muss keine Angst haben.


Ermutigung zeigt sich auch überwiegend im Interesse am anderen. Interesse ist lateinisch und bedeutet «dazwischen sein». Wer interessiert ist, will eintauchen, erforschen und entdecken, mitten im Geschehen sein – dazwischen, zwischen sich und dem anderen. Interessierte Kinder sind neugierig, wissbegierig, sie wollen dazugehören, sind gute Mitmacher und streben ein Ziel an, dass sie interessiert verfolgen. Sie kommen mit ihren Gaben, Talenten und reinem Interessen vorwärts, nicht mit verbissenem Ehrgeiz. Ehrgeizige sind schneller entmutigt. Sie werden von einem Minderwert angetrieben mit Hoffnung auf Ehre. Wenn Erwachsene an einem Kind echtes Interesse haben, mit Wohlwollen und Anteilnahme, zeigt es auch echtes Interesse am Leben und entwickelt sich positiv. Kinder leben die Vorurteile, die wir über sie haben.


Weitere Tipps zur Ermutigung

  • Nehme dein Kind an wie es ist

  • Benutze Formulierungen, die den Selbstwert stärken

  • Plane Erfolgserlebnisse für das Kind (Ermutigung durch selbstgemachte Erfahrung)

  • Ermutigung fördert Kreativität (dazu braucht es Mut)

  • Trenne Person und Sache; Tat und Täter

  • Erkenne die Fehlziele deines Kindes

  • Verändere und überdenke falsche Überzeugungen und Vorurteile

  • Habe Mut zu Lücken, niemand ist perfekt

  • Mute dem Kind etwas zu, das führt zur Selbständigkeit

  • Der Glaube ans Kind hilft gegen Verzagtheit

  • Eigene Ermutigung ermutigt das Kind




Literatur: Reinhold Ruthe, Verwöhnt – bestraft fürs Leben, 2010 Brunner Verlag Basel, Giessen



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