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Resilienz durch Gelassenheit

Resilienz hat sehr viel mit Achtsamkeit und Gelassenheit zu tun. Wir können einiges dazu beisteuern glücklich zu sein. Im Spirituellen Bereich können wir Christen auch sehr gut Kontemplation nutzen, statt klassische Meditation.


Resilienz durch Gelassenheit bauen, Baustein für Baustein

Inhalt



1. Gelassenheit bauen

In der Ruhe liegt die Kraft! Gelassenheit ist nicht Gleichgültigkeit. Ganz im Gegenteil: Es bedeutet das innere Gleichgewicht zu behalten um auf schwierige Situationen entspannt und angemessen zu reagieren. Dafür benötigt es ein paar Voraussetzungen. Gelassenheit ist wie ein Dach auf dem Haus; es benötigt einen Grundboden, auf dem Wände oder Säulen stehen können, welche das Dach tragen. Diese Voraussetzung bzw. Boden und Wände sind:


  • Achtsamkeit

  • Spiritualität, Glaube

  • Glück und Zufriedenheit

  • Humor

Wenn der Boden nicht gegeben ist um dieses Haus zu bauen, müssen wir uns vielleicht erst Mal grundlegend um den groben Acker kümmern.


Achtsamkeit, Spiritualität, Glaube, sind wie ein festes Fundament für den Boden. Selbst das stabilste Haus bricht ein, unter einem sandigen Grund. Achtsamkeit ist die Bereitschaft hinzuhören, ohne das verändert sich gar nichts! Gott ist der Fels auf den wir bauen können. (Matthäus 7, 24-27; Lukas 6, 47-49, Elberfelder Bibel 2008). Die Spiritualität ist der Kanal in uns, der uns für ihn öffnet. Glück, Zufriedenheit und gesunder Humor können erst richtig gefestigt werden, wenn der Boden gut ist, auf dem sie stehen sollen. Das alles lässt uns zu mehr Gelassenheit finden, dem Dach, dass uns vor den Unwetter des Lebens schützt.


Darum möchte ich noch die Resilienzforschung erwähnen. Resilient sein bedeutet ein Stehaufmännchen sein. Es ist eine Sich-nicht-aufgeben-und-weitermachen-Mentalität. Grob; die Fähigkeit Krisen zu bewältigen und daran in der Persönlichkeit zu wachsen. Eine wertvolle Begabung im Alltag. Dazu nutzen resiliente Menschen genau diese 4 Aspekte: Humor, Glaube, Zufriedenheit und Achtsamkeit. Resiliente Menschen sind gelassener und meistern Herausforderungen und Krisen besser als andere; sind erfolgreicher im Leben! Und wir alle wollen unsere Ziele erfolgreich meistern.



Für die Achtsamkeit, engl. mindfulness, in der Praxis hat Jon Kabat-Zinn ein amerk. Gesundheitswissenschaftler ein Programm entwickelt, das sich Mindful-based stress reduction (MBSR) nennt. Es soll helfen die Krankheitsverursacher Nummer eins Stress und Angst, sowie die Gesundheitsförderung zu unterstützen. (http://www.mbsr-verband.ch/ueber-mbsr-mbct/was-ist-mbsr/)


Achtsamkeit hilft sich im hektischen Alltag wieder zu erden und seine innere Balance zu finden. Es ist reine Übungssache im hier und jetzt sein. Man übt dabei sein Denken und Fühlen zu beobachten (Selbstachtsamkeit). Dabei wird die Wahrnehmung nach innen intensiviert. Unsere Sinne sind dabei wie unsere Tore zur Welt. Durch inneres hinhören, kann sich unser Blickwinkel ändern, denn wir nehmen Abstand zu äusseren Gegebenheiten. Man hat die Möglichkeit alles in Relation zu sehen ohne Erdrückung und Angst. Das ist Gelassenheit. So kann man sich neu ausrichten und für Veränderung wird der Weg geebnet.


Was also bedeutet das ganz praktisch im Alltag?


1.1. Selbstachtsamkeit praktisch

Selbstachtsamkeit in der Praxis kann in Bezug zur Gelassenheit, kurz gefasst, durch 4 Punkte gelebt werden:

  • bewusstes Atmen

  • bewusster Umgang mit Gefühlen

  • bewusster Umgang mit Gedanken

  • bewusster Umgang mit seinen Grenzen


1. Atmen

Setze dich mal bequem hin und achte auf dein Ein- und Ausatmen. Achte auf die Bewegung der Bauchdecke, die Qualität deiner Umgebungsluft und was es mit dir macht.


Unser Atem, der immer präsent ist, beeinflusst unsere Wahrnehmung erheblich. Er ist wie ein Messfühler für Stress, Angst und Wohlbefinden. Nutze ihn als Anker um im hier und jetzt zu bleiben und steuere ihn in die Entspannung. Also bewusst hinsetzten ein- und ausatmen, Füsse auf den Boden, nachspüren. Werde ein innerer Beobachter. Wenn nun unangenehme Erinnerungen und Gefühle kommen, drücke bewusst einen Neustart, entscheide dich gerade jetzt. Durchbreche den Vorgang und nutze die Aufmerksamkeit dich neu auszurichten! Damit bleibst du handlungsfähig!


Gehe bewusst und verantwortungsvoll mit Gedanken und Emotionen um. „Achte auf deine Gedanken und Gefühle, denn sie beeinflussen dein ganzes Leben!“ – Sprüche 4, Vers 23. Dass heisst, wir unterdrücken sie nicht, sondern lassen sie bewusst zu! Wir geben ihnen Raum, nehmen sie ernst. Dann darf das Gefühl wieder gehen, denn es hat seinen Dienst getan: Uns informiert.


Durch Selbstachtsamkeit, dem inneren Beobachten, entziehen wir schon vormals Energie der negativen Emotionen, da wir sie wertneutral betrachten können, d. h. ich bewerte z. B. die Angst nicht. Wenn uns ein schlechtes Gefühl dennoch einnimmt, sollten wir es ca. 30 Sekunden einfach zulassen und verglühen lassen. Neurophysiologisch dauert eine Emotion ca. eine halbe Minute, dann können wir bewusst abklemmen. Es übertönt unsere innere Stimme sozusagen nicht mehr. Alles darüber hinaus vertiefen wir selbst, steigern uns hinein.


Das ist der erste Schritt um die eigene Innenwelt besser zu begreifen; warum wir fühlen, wie wir fühlen. Die Plastizität des Gehirns lässt es zu neue Verhaltensmuster zu lernen, indem es neue neurale Verknüpfungen macht. Wir haben es selbst in der Hand und sind nicht hilflos unseren Emotionen ausgeliefert. Diese Erkenntnis erforschen heutige Neurowissenschaftler intensiv, denn es untermauert die Tatsache, dass wir für unsere Seele und unser Handeln selbst verantwortlich sind. Beruhigend, nicht? Oder unangenehme Verantwortung?


Hast du es geschafft die Emotion auszuhalten, erinnere dich an einen Moment völliger Gelassenheit. Wie war deine Körperhaltung, die Gegebenheiten? Oder wie könnte solch ein Moment für dich aussehen? Wie hat sich das angefühlt? Kreiere eine innere Oase (siehe Spiritualität, ein Ort mit Gott im Sturm). Versuche dabei zu lächeln. Das ist eine gute Möglichkeit der Grübelfalle zu entfliehen. Mit der Zeit wirst du auf diese Weise eine angenehme Wirkung auf andere Menschen ausstrahlen.


Die Autonomie ist der Zustand der Selbstbestimmung, der Selbständigkeit. Autonom zu handeln oder selbstbestimmtes Handeln hat es in unserer heutigen Zeit sehr schwer z. B. in der Arbeitswelt und in Zwischenmenschlichen. Uns wird antrainiert ohne zu Fragen Anweisungen zu befolgen und zu gehorchen. Dabei ist etwas zu hinterfragen, ob das für mich gut ist, unglaublich wichtig! (Bibel, 1. Thessalonicher, 5,21)


Nein-sagen darf gelernt sein, sonst kommt man zu kurz, verausgabt sich und man wird nicht mehr ernst genommen. Weil ich Abgrenzung so wichtig finde, habe ich diesem Thema einen eigenen Blog-Beitrag gewidmet. Hier ein paar Auszüge davon.


Wir sind alle gleichwertige Menschen, unabhängig von Status und unserem Beruf. Wenn wir uns nicht wehren, bleiben wir harmlos und man kann auf uns herumtrampeln - Wir sagen ja nichts! Deshalb ist es so gesund sich zu fragen: Was will ich eigentlich? Und dementsprechend zu handeln. So begegnet man uns mit Respekt, weil wir unsere Bedürfnisse selbst respektieren. Es lebt sich viel gelassener mit dem wissen, selbstbestimmt handeln zu können.


Ein klares Nein hängt nicht von der Lautstärke ab, sondern von der Festigkeit der Stimme und der tiefen Bauchatmung. Es geht einfacher wenn du mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehst. Das wirkt entschlossen und das spürt auch deine Seele.


Nein. Punkt. Pause

Das kann man auch noch mit einem freundlichen "Entschuldigung" oder "Vielen Dank für das Angebot/Vertrauen/Einladung" abschliessen. Eigentlich braucht es gar keine Rechtfertigung warum oder weshalb nicht.


Vielleicht überrascht das Nein dein gegenüber trotzdem, aber du darfst ihm/ihr diese Überraschung gerne überlassen. Denn wenn er dich ja fragt, muss er mit beiden Antworten rechnen, sonst würde er ja befehlen und das geht dann wahrscheinlich doch einen Schritt zu weit. Und zuletzt; akzeptiert er das Nein nicht ist das ein Zeichen von Schwäche, ein Mangel an Anstand und du darfst ihn einfach stehen lassen.


Jedes ausgesprochene und nicht zurückgezogene Nein ist eine Be-Ja-ung für dich und deine Bedürfnisse! Und es ist nicht egoistisch für sich selbst einzustehen. Es ist nur Übungssache, bald ist das selbstverständlich für dich.



Resilient durch Gelassenheit - Selbsttranszendenz, Glaube und Spiritualität, Meditation, Kontemplation - Glück auf den Knien

Selbsttranstendenz, das Glück auf den Knien vor etwas Grösserem erleben, vor Gott. Die Suche nach etwas Grösserem, nach Sinn, also nach Gott ist in jedem von uns angelegt. Diese Suche danach kann uns fälschlicherweise in okkulte, fernöstliche oder esoterische Gefilde führen. Die Arbeit an sich selbst, Charakterarbeit, ist nichts anderes als spirituelle Arbeit. Der Geist formt die Seele.


Wenn alle unsere Grundbedürfnisse mal gedeckt sind (Maslow-Pyramide) kommen wir zu der Frage nach Sinn, nach Gott. Wenn wir einen Todesfall oder schwere Schicksalsschläge erleben, kommt die Frage nach Gott, nach Gerechtigkeit. In jedem erwacht einmal die Suche nach Berufung und dem Sinn des Lebens. Es ist bloss entscheidend, ob wir dem Drang Raum geben oder nicht. Habe den Mut der Frage nachzugehen! Gott ist derjenige, der uns eine wirkliche Berufung und Sinn ins Herz gelegt hat. Diese findest du nur in der aufrichtige Beziehung zu ihm.


Sinn erleben

Erst durch Erleben von Sinn wird Gewissheit und Vertrauen im Leben möglich. Sinn gibt es nicht nur in der Berufung. Es ist wichtig, dass wir generell einen Sinn sehen indem was wir tun. Entscheidend dafür ist Zugehörigkeit. Das Gemeinschaftsgefühl, das WIR-Gefühl, ist sehr wichtig für den Menschen. Wir haben eine tiefe Sehnsucht danach. Die Fähigkeit dazu ist in uns angelegt, jedoch müssen wir im Verlauf des Lebens lernen sie zu entfalten. Dazugehörigkeit gibt Halt und Kraft in unserem Leistungsalltag; macht uns Fähig zur Nächstenliebe und Vertrauen. Wenn wir uns als sozial gleichwertig erleben, tun wir auch gerne etwas für den Zusammenhalt und werden kooperativ.


Gemeinschaft deckt sehr viele Sinn-Aspekte ab. Erst am andern erkennen wir uns selbst; aus Begegnung mit anderen wird Selbstbegegnung möglich. Beziehungen stärken uns. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Es liegt mehr im Geben, als im Nehmen. Beim Geben bekommen wir etwas zurück, dass wir uns niemals selbst nehmen könnten. Die Erfahrung etwas Sinnvolles für jemanden getan zu haben. Und sei es bloss Freude.


Doch Gemeinschaft birgt auch immer das potential von Konflikten. Deshalb ist es wichtig eine gute Balance zwischen Autonomie und Gemeinschaft zu finden. Wer im Zwischenmenschlichem gelassen bleibt, schont seine Energiereserven. Vertrauen in die Gemeinschaft kann nur in einer Umgebung gedeihen, in der authentisch gelebte Herzensqualitäten, wie ehrliche Wertschätzung, Mitgefühl und Güte, gelebt werden. Die Eigenschaften Jesu.


Wenn dir jedoch in Konflikten mal alles um die Ohren fliegt, versuche dir vorzustellen, du wärst mitten im Windstillen Auge des Sturms. Dort ist Gott. Dort hast du Ruhe und den nötigen Abstand dich zu erden, auszuatmen, neu auszurichten. Bei ihm zu sein heisst, zu Gott zu gehören. Er kennt uns bei unserem Namen. (Jesaja, 43.1) Bei ihm können wir die Kraft für Geduld und Barmherzigkeit tanken. Sinn erleben und Gemeinschaft sind die grossen Kraftquellen für uns.


2.1. Kraftquellen

Es ist wichtig unsere Wertvorstellungen zu kennen, Dinge, die uns Sinn geben, uns wirklich wichtig sind. Vielleicht ein Hobby oder die Familie? Nenne es beim Namen: Was zählt im Leben wirklich für dich? Was treibt dich täglich an? Was macht dich glücklich?


Nicht was sollte mich glücklich machen, nicht was sollte mich antreiben. Nehme dir dafür ruhig ein paar Tage Zeit. Es ist ein sehr wichtiger Prozess uns zu reflektieren und die innere Stimme oder auch Gottes Stimme zu hören. Dieser Prozess muss immer wieder stattfinden; er ist nie fertig abgeschlossen. Wichtig auch; setzte dich nicht unter Druck um ein Ziel um jeden Preis erreichen zu müssen, so als wäre das Leben sonst nicht lebenswert gewesen! Die Richtung muss gegeben sein, das alleine gibt schon Sinn im Leben.


  • Nenne 3 Aspekte die im Leben Sinn geben

  • Bei welcher Tätigkeit/Beziehung kannst du dich richtig entfalten?

  • Kannst du dir vorstellen, diese zu vertiefen oder auszubauen?

  • Was müsstest du dafür tun?

  • Wie stillst du die Sehnsucht nach Liebe, Anerkennung, Wertschätzung?

  • Ist es ein sinnvoller Weg, der keinem schadet und dich selbst wachsen lässt?

  • Beruht das Prinzip auf gegenseitigem Geben und Nehmen?


Für den Wunsch der Kontinuität, aber auch der Veränderung braucht es immer wieder diese Selbstreflexion, wie ein Frühjahrsputz. Wenn du im Vorfeld bereits Achtsamkeit trainiert hast, werden dir die weiteren Fragen leichter fallen:


  • Was für ein Wunder würdest du dir von Gott für dein Leben wünschen?

  • Wie erkennst du das Wunder?

  • Was würde sich dann in deinem Leben verändern?

  • Welche Wünsche und Visionen hast du also?

  • Was wären realistische Etappensiege für die Top 3 Wünsche im Leben?

  • Auf was möchtest du am Ende deines Lebens zurückblicken können?

  • Was könnte dir jetzt helfen das Ziel zu erreichen, was fehlt?

  • Wie könntest du das ändern?

  • Was könnte dir dabei helfen?

  • Was ist der Preis, den du dafür bezahlen müsstest?

  • Wie sähe deine Zielkontrolle aus?

  • Was wäre der aller erste Schritt in die gewünschte Richtung?


Wir haben 4 Lebensaufgaben in denen wir Sinn erleben. Denke immer Schritt für Schritt. Es sind unsere vier Standbeine im Leben. Wie gewichtest du diese Bereiche? Überlege wie viel Zeit oder Geld in diese Bereiche fliessen und was sie dir zurückgeben?


  1. Gemeinschaft und Freundschaft

  2. Arbeit/Beruf

  3. Liebe, Sexualität, Ehe

  4. Glaube, Sinn und Gottesbeziehung


Kontemplation

Meditation, mit Einbezug von Gott, ist Kontemplation. Ohne Gott bringen wir nichts zustande das Frucht bringt, also etwas bereichern könnte. (Johannes 15,5). Ohne ihn können wir natürlich schon Dinge tun, es bringt einfach keine Frucht für unser geistiges Leben. Meditation mit Gott ist eine super Technik um uns zu erden. Es unterstützt die positive Vernetzung von Körper, Seele und Geist.


Ebenso ist es eine ehrenvolle Methode Mitgefühl und Empathie zu kultivieren. Sogar Papst Franziskus sagt, wir leben in einer «Globalisierung der Gleichgültigkeit». Wir gewöhnen uns an den Anblick des Leides unserer Mitmenschen in der Welt. Wir empfinden kein Mitgefühl mehr. Kontemplation unterstützt die Empathie, denn Gemeinschaft ist doch so wichtig für uns.


Meditation wurde schon von Neurowissenschaftler mittels Computertomographie untersucht, um herauszufinden was dabei mit der Neuroplastizität des Gehirns passiert. Fazit: Es ist ein Zuwachs grauer Substanz durch Selbstbejahung und positiver Gefühle und gleichzeitige bessere, positivere Wahrnehmung der Beziehungen zu anderen beobachtet worden. Man ist sich selbst und anderen näher, nach Meditation.


Der Unterschied zwischen Kontemplation und Meditation ist, wenn wir meditieren, fühlen wir Unendlichkeit, Ewigkeit und Unsterblichkeit in uns selbst. Doch in der Kontemplation (die Bezeichnung für den christlich-mystischen Weg) erfahren wir uns in der Gegenwart Gottes, ja in liebender Hingabe an ihn. Kontemplation bedeutet unser bewusstes Einssein mit dem Unendlichen, Ewigen, Absoluten Gott, dem Schöpfer aller Welt.


Ich empfehle z. B. als kleines Ruhe-Ritual, «Soaking» den bewussten Einbezug von Gott (Jesus Christus) und Heiliger Geist (in uns), denn Kontemplation ist eigentlich wie ein Inneres Gebet. Wichtig dabei: Adressiere dich bewusst an Jesus, du öffnest dich sonst irgendetwas anderem und das wäre dann die Falle des Okkulten, Esoterischen. Stelle dich unter Jesus Blutschutz. Sein Name ist der höchste (Kolosser 2,10). Höre Worship dazu und «versinke» in seiner Gegenwart.

Gehe z. B. wie folgt vor:


  • Angenehme Haltung einnehmen, bewusstes ein- und ausatmen

  • Fokus auf Gott und dein Herz, lade ihn ein. Stelle dir dein Herz in Jesus Händen vor und lege deine Hand auf die Brust

  • Überlege wofür du Gott in deinem Leben gerade dankbar bist

  • Dann sage Gott deine Wünsche. Wenn sie zu dem Plan passen, den er für dich hat, wird er sie bestimmt erfüllen wollen. Er ist unser Vater, er wird sich die Bitte seines Kindes anhören. Formuliere dazu einen positiven Satz. Also was du willst, nicht was du nicht willst. Wiederhole es für dich, Gott reicht es wenn du es einmal sagst.

  • Meditiere über einen Bibelvers oder segne eine Person wohlwollend, die dir sehr nahe steht und stelle dir diese so gut wie möglich vor. Versuche dir vorzustellen, was die Person wohl am meisten benötigen könnte und wüsche das für sie von Gott

  • Wiederhole das mit einer neutralen Person oder einem anderen Bibelvers

  • Wiederhole das auch mit jemandem mit dem du nicht versöhnt bist (liebe deine Feinde, Matthäus 5,44)

  • Abschliessend wünsche oder bitte vielleicht noch etwas für deine Umgebung, Schule, Arbeit, Gemeinde, etc.

  • Achte auf bewusstes ausatmen, danke Gott für sein hinhören

  • Frage auch bewusst danach, ob Gott dir noch etwas sagen will? Vielleicht legt er dir noch etwas aufs Herz?

  • Komme nun wieder zurück in die Realität, strecke dich und nehme das wohlwollende Gefühl mit in den Tag.


Wir müssen lernen unsere Energie gezielt einzusetzen. Dort wo Veränderung sinnvoll und möglich ist. Wir haben nur begrenzt Energie, deshalb ist Genügsamkeit wichtig. Fragen dich:


  • Welche Dinge liegen mir sehr am Herzen? Wo darf meine Energie hinfliessen?

  • Auf was kann ich getrost verzichten?

  • Was ist sogar Ballast und würdest du als erstes aus dem Fenster werfen, wenn du könntest?


So und nun entrümple dein Leben!


Meditation bzw. Kontemplation ist auch eine wunderbare Form die Selbstheilungskräfte (Immunsystem) unseres Körpers zu unterstützen. Körper und Seele beeinflussen sich gegenseitig. Und in der Medizin ist auch bekannt, dass der Körper die meisten Krankheiten selber heilt, z. B. einen Viralen Infekt. Medikamente unterstützen dabei die Selbstheilung, sie bekämpfen nicht das Virus. Über die sogenannte Patientenkompetenz können wir während der Genesung selbst Verantwortung für den weiteren Verlauf der Heilungsphase übernehmen.


Wir haben verlernt Emotionen auch im Körper wahrzunehmen. «Bauchgefühle» können zu Geschwüre werden, Gefühle können nicht verdaut werden oder man kriegt keine Luft in einer Lebenssituation. Doch Optimismus hilft nachweislich gesund zu werden und zu bleiben! Durch Achtsamkeit und Meditation/Kontemplation kann man seinen Körper bewusst positiv unterstützen.


Gehe dazu wieder in die Achtsamkeitshaltung: bewusstes Atmen, bequeme Haltung. Gehe mit Jesus innerlich durch deinen ganzen Körper, von den Zehenspitzen bis zur Haarwurzel. Versuche in jeden Bereich hineinzuhorchen. Zwickt mich was? Habe ich kalt/warm? Kommen Gefühle hoch? Schmerzt etwas? Versuche es wohlwollen zu benennen. Der Schmerz ist das Signal des Körpers, dass da etwas nicht stimmt. Es darf gehört werden und will dich nicht bestrafen oder anklagen. Dein Körper ist auf deiner Seite. Versuche 5 Minuten in dir zu verweilen. (Mehr dazu das Buch: „Die Selbstheilung aktivieren; Die Kraft des inneren Arztes“ von Delia Schreiber.)



4. Das Glück im Augenblick

Glücksempfinden teilt sich, nach Literatur scheinbar auf, in:


  • 50% genetische Veranlagung

  • 10% äussere Umstände

  • 40% unser eigenes „Verschulden“ bzw. Verantwortung

Jeder ist seines Glückes Schmied, stimmt insofern, über unsere Art, wie wir die Dinge zu sehen, u. a. durch unsere Erfahrungen, Prägungen und Veranlagungen. Dabei ist zu beachten, dass, je weniger Leid wir in der Vergangenheit erfahren haben, desto höhere Ansprüche stellen wir auch ans Glück, desto höher liegt unsere Messlatte der Zufriedenheit. Wurden wir mit viel Gutem verwöhnt, ist Gutes auch selbstverständlich für uns. Dankbarkeit ist ein stark glücksförderndes Gefühl. Und ohne Unglück-Erfahrungen, gibt es vermutlich auch keine Glücks-Dankbarkeit.


Glück ist das momentane Empfinden im Augenblick. Glück ist demnach etwas sehr kurzes, wo Hormone ausgeschüttet werden; also auch etwas sehr biologisches. Wir können vor allem Zufriedenheit (das grosse oder stete Glück) langfristig anstreben. Zufriedenheit ist eher eine Lebenshaltung, wo Glück dazugehört.


Das grosse Glück ist also wie ein Puzzle aus vielen kleinen momentanen Freuden. Es liegt nicht in gängigen Statussymbolen heutiger Zeit. Es ist viel individueller. Jeder Moment hat das Potential uns glücklich zu machen. Auch wenn es nicht erzwungen werden kann, können wir Denk- und Verhaltensweisen erlernen, die Zufriedenheit fördern.


Glück ist auch die Erfahrung etwas zu bewirken, dass das Leben sinnvoll erscheinen lässt, z. B. in Berufung und Gemeinschaft (siehe Spiritualität). Sinnerfüllung ist davon abhängig, wie wir mit unseren Umständen umgehen: Unserer Gesundheit, Wohnsituation, Familie, etc.


Wie empfindest du Glück? Ein paar Fragen:

  • Wie fühlt sich Glück für dich an? Beschreibe es

  • Wann warst du das letzte Mal glücklich? Wie stark von 1-10?

  • Was steht deinem Glück im weg? Was wäre anders wenn das Hindernis weg wäre?

  • Blicke auf dein Leben zurück. Was waren die glücklichsten Momente? Warum?

  • Was haben die Glücksstationen allesamt gemeinsam?

  • Wie könnte also die nächste Glücksstation für dich aussehen?

  • Was könntest du dazu beitragen? Was müsstest du dazu wollen?

  • Welche neue Einstellung/Herzenshaltung bräuchtest du also für langfristige Zufriedenheit?


Und noch weitere Übungen und Tipps:
  • Überlege dir doch vor dem Schlafen gehen 5 Dinge wofür du dankbar bist oder erinnere dich an kleine Freuden des Alltags. Schreibe diese vielleicht noch in ein Glücks-Tagebuch

  • Nehme dir ein paar Büroklammern oder Murmeln in die rechte Hosentasche und wenn du im Laufe des Tages etwas erfreuliches erlebst, dann nehme ein Stück in die andere Seite und zähle sie am Abend. Wie viele Glücksmomente hattest du heute?

  • Bewegung ist eine Quelle für Glück. Schon ein Spaziergang an der frischen Luft, im Sonnenlicht, schüttet Glücksgefühle aus; allgemein der Aufenthalt in der Natur

  • Massvolles geniessen fördert das Glücksgefühl. Nicht die ganze Schokolade macht glücklich, sondern das kleine Stückchen am Tag

  • Ehrenamtliche Tätigkeiten, spenden und schenken, Überraschungen für andere sind wahre Glücksquellen!


Glück ist das einzige was sich verdoppelt wenn man es teilt.

Albert Schweizer


Wir sind soziale Wesen und brauchen Kontakte, Bindungen, Freundschaft, Zärtlichkeit, Nähe, Lieb (siehe Spiritualität, Gott). Man lebt länger und gesünder wenn man geliebt wird. Darum nehme deine Freundschaften und Beziehungen unter die Lupe. Freundschaft basiert auf Geben und Nehmen, man lacht viel zusammen, man trifft sich auch mal spontan, empfängt Gäste zuhause, Freunde helfen einander, machen z. B. Unternehmungen, die auch bloss das Ziel verfolgen Spass zusammen zu haben.


Je mehr uns ein Mensch am Herzen liegt, desto mehr kann er uns auch verletzten und unsere Gelassenheit strapazieren. Sonst wäre er uns ja gleichgültig. Wenn wir also in Rage geraten, weil derjenige etwas tut, was uns nicht entspricht, nehme dich einfach etwas zurück. Vorwürfe bringen nichts. Wage einen Perspektivwechsel und übe dich in Geduld und Gelassenheit. Auch wir sind für andere Ermutiger, Entmutiger oder, je nach dem, sogar eine Zumutung.


Was hilft bei Konflikten:

  • Was sind die belastenden Anteile der Situation, an den Personen? Was sind die Gefühle dazu? Mache ein Figurenstellen für deine Übersicht. Nehme dir dazu Figuren oder Radiergummi und Spitzer zur Veranschaulichungen. Wähle auch eine Figur für Glück und Gelassenheit. Verteile alles so auf den Tisch, dass das Bild die Situation widerspiegelt und beachte die Abstände und Blickrichtungen der Figuren zueinander.

  • Schaue dir nun die Szene genau an. Was fällt auf? Was sagt dein Kopf, dein Bauch, dein Herz dazu?

  • Jetzt Perspektivwechsel: Versetze dich in die einzelnen Figuren. Beurteile aus deren Sicht die Situation, die Beziehung, dich selbst.

  • Verschiebe die Szenerie nun so, dass es für dich stimmig wird und entspannt. Muss etwas dazu? Muss was weg? Was könnte dazu helfen? Was könntest du dazu beitragen? Was müsstest du dazu wollen?

  • Was bedeutet diese neue Situation konkret für dich und die Beteiligten? Ideen dazu? Wie würde der Rat lauten, den du dir selber geben könntest?


Glücksempfinden in der Familie

In der Familie kommt der Aspekt der Ähnlichkeit und Loyalität hinzu. Also wenn man sich fragt warum bin ich Mama oder Papa so ähnlich, dann hat das oft damit zu tun, dass sich Kinder den Eltern aus Verbundenheit ähnlicher (oder gegenteiliger) werden. Eltern sind ja Vorbilder und Kinder möchten deren Anerkennung, also ist Nachahmung kein schlechter Weg dazu. So werden Werte und Denkmuster übernommen. Wenn sich jedoch ein Elterntei, in bestimmten Bereichen oder gänzlich, Glück und Zufriedenheit verweigert, ist es sehr wichtig sich trotzdem Glück und Genuss zu erlauben, wenn man deren Lebensmuster übernommen hat. Auch wenn die Eltern das vielleicht aus bestimmten Gründen nicht konnten oder wollten. Du führst mit hoher Wahrscheinlichkeit ein anderes Leben, einfach nur, weil du in einer anderen Zeit geboren und anders sozialisiert wurdest als sie. Es bringt nichts sich zu solidarisieren und als vermeidlichen Ausgleich, Loyalität oder Wiedergutmachung mit-zu-leiden.


Als Eltern sind wir Vorbilder und wie wir Kinder etwas am besten beibringen können ist, wenn wir es selber in die Tat umsetzen:


  • Lebe die genannten Übungen und Tipps vor, zeige eine optimistische Grundhaltung in dem was du tust und sagst. Wir ermutigen durch mutiges Handeln und zutrauen

  • Selbstvertrauen ist gelerntes Glück. Vertrauen ins Kind stärkt sein Selbstvertrauen. Deine Verbindlichkeit schafft eine Atmosphäre des Vertrauens und ist Halt für das Kind

  • Niemand ist perfekt und muss perfekt sein. Krisen sind Herausforderungen und dürfen auch mal den gewohnten Alltags-Strom unterbrechen. Gelebte Gelassenheit im Alltag ist keine Gleichgültigkeit

  • Kurzfristige Bedürfnisse, müssen nicht immer sofort gestillt werden. Das quengelnde Kind überlegt, wenn es kein Eis bekommt und deine Nerven überleben auch dein quengelndes Kind. "Verwöhneritis" ist keine Liebe, sondern Ersatzbefriedigung und Gleichgültigkeit. Lieber die Last der Disziplin, als die Last des Bereuens! Aber Genuss darf Platz haben. Massvoll eingesetzt

  • Dankbarkeit ist keine höfliche Floskel! Danke auch dem Kind für seinen Beitrag. Danken, danken, danken ist ein Glücksmantra

  • Der Mensch braucht Förderung, aber keine Überforderung. Schraube Erwartungen zurück und übe Geduld mit dir und anderen. Lieber ein Lob zu viel, als ein Schulterklopfer zu wenig

  • Und zuletzt, viel Zeit mit dem Kind zu verbringen ist das grösste Glück für das Kind! Diese Zeit ist auch unendlich kostbar für dich, denn mit Kinderaugen erkennt man Aspekte des Glücks, die man als Erwachsener schon längst vergessen hatte



Resilienz durch Gelassenheit - über sich selber lachen können

5. Humor und Lachen

Humor ist mehr eine Geisteshaltung, eine Gesinnung, als das es bedeutet ein grosser Witzbold zu sein. Lachen gibt uns eine Freiheit, denn Humor relativiert. Er macht es leichter etwas zu ertragen und hilft auch Schwieriges „netter“ zu kommunizieren.


Deshalb ist es so wichtig auch über sich selbst lachen zu können. Es hilft in peinlichen Situationen, denn niemand ist vollkommen. Eine Karikatur von uns selbst, hilft uns selber nicht immer so ernst zu nehmen. Begegne deinen Schwächen mit Humor und Gelassenheit. Dadurch, dass damit so manches relativiert wird, können wir einen Abstand zu Schwächen und Sorgen herstellen. Denn im Ärger oder in Hoffnungslosigkeit kann man nicht lachen und ist darin gefangen; hat man einen Tunnelblick. Durch die Distanz schaffe ich mir die Möglichkeit des Perspektivwechsels und schaffe Freiräume für Ideen und Lösungen.


  • Wann hast du das letzte Mal über dich selbst gelacht? Aus Verlegenheit oder aus vollem Herzen?

  • Überlege was du an dir selbst liebenswert komisch findest! Charakterliches oder Äusserliches? Zeichne doch mal solch ein Bild, eine überspitze Karikatur von dir und versöhne dich mit deinen Stärken und Schwächen


Kannst du mit lachen, wenn jemand über dich, wertschätzend, auf Augenhöhe, lacht? Oder hast du damit zu kämpfen?


Der Humor ist nur dann wertvoll in der Gemeinschaft, wenn er fair bleibt. In Konflikten wirkt er deeskalierend und in der Gruppe fördert er Zusammenhalt. Doch sich lächerlich machen, jemand belächeln oder Dinge weglächeln ist zynisch und nicht barmherzig.


Konfliktfähige Menschen scheuen Auseinandersetzung nicht. Sie wissen oftmals diese mit einer Prise Charme zu bekämpfen. Humor ist auch Charme. Er entschärft und mit der richtigen Wortwahl werden Situationen entspannt. Dazu muss man innerlich einen Schritt zurück gehen können und die Gegebenheit von oben betrachten.


  • Wie wirkt sie wohl für einen heiteren, optimistischen Aussenstehenden?

  • Verändert diese Sicht deine Wahrnehmung?

  • Was könntest du also tun?


Gewinnt man ein Schmunzeln oder Lächeln ist das ein Pluspunkt für alle. Man gewinnt Menschen mit einem Lachen. Nicht umsonst ist Charme und Humor in der Akquise eine erwiesene Strategie zur Kundengewinnung.


Eine spezielle Technik in der Psychotherapie, welche die Innere Stärke des Patienten aufbauen soll, nennt sich Paradoxe Intention oder Intervention. Sie zeigt sich indem Sorgen überzeichnet dargestellt werden, also man übertreibt humoristisch masslos. Man sagt sich seine Symptome herbei, ja man vermeidet sie nicht, sondern wünscht sie sich gar - total paradox! Dadurch relativiert sich das Problem, die Angst dahinter wird ja paradoxerweise aufgehoben, da dieser Stil die Kommunikation auf ein "Schmunzelniveau" bringt. Man lacht die eigene Angst aus.


Angst erzeugt immer ein Vermeidungsverhalten, als Schutzfunktion. Die lebenstypische Funktion der Angst hat aber bei dem bewussten Wunsch nach der Angstsituation keine Berechtigung mehr und wird aufgelöst. Es benötigt ein gewisses Mass an Fingerspitzengefühl, Echtheit und Vertrauen, daher funktioniert es nicht immer und nicht mit jedem. Aber wenn es passt, dann ist es eine sehr wirkungsstarke Möglichkeit!


Also ein Beispiel: Wenn ein Arbeiter vom Chef gefragt wird, ob er noch übers Wochenende das Projekt beenden kann, antwortet er: „Natürlich! Schlau wie ich bin, habe ich dafür bereits meine Frau in den Urlaub geschickt! Eine Haushälterin und Pizzaservice bestellt, damit ich entspannt das Projekt beenden kann!“ Wenn er einen guten Chef hat, lachen nun beide. Dann darf er bestimmend seine Grenzen setzten: „Nein im ernst, am Wochenende hat meine Familie Priorität. Aber dann widme ich mich gleich am Montagmorgen dem Abschluss des Projekts."


Oder man kämpft mir dem klassischen Erröten oder Stottern vor anderen Leuten. "Hey wenn ich zu Arbeit gehe, will ich allen zeigen, welche Rotstufen mit blosser psychischer Kraft im Gesicht zeigbar sind, denn ich bin der wahre Tomatenkopfkönig! Wenn sie noch erleben mit welchen Beat ich dazu stottern kann, wird mein Publikum blass vor Neid! Yeah, it's red-white-time! Nenn mich MC Stutter Tomato!"


Die Wissenschaft des Lachens nennt sich Gelotologie. Sie untersucht die Wirkung des Lachens auf den Körper und Seele. Beim Lachen werden Stresshormone reduziert, im Gehirn Glückshormone freigesetzt, das Herz-Kreislauf-System aktiviert, Atmung vertieft, Immunsystem angekurbelt - kurz: Lachen macht und hält uns gesund. Lachen ist der Stresskiller und Antidepressivum in einem! Dabei werden 300 Muskeln eingesetzt, es wirkt gegen Angst, Lampenfieber, Depression und unser Verstand hat endlich Mal kurz Pause.


Im Gehirn sitzt der Lachkern, Nucleus accumbens, im Belohnungszentrum. Sprich, beim Lachen wird Dopamin ausgeschüttet. Dopamin ist das Belohnungs- und Motivationshormon Nr. 1. Wir schütten es bei gelungenen Prüfungen, bei einer Erkenntnis aus, bei gutem Sex oder gutem Essen, oder auch bei Drogen im Übermass. Dabei ist nicht wichtig, ob wir wirklich lachen müssen. Wir schütten bereits Dopamin und die positiven Mechanismen aus, wenn wir auch nur so tun als ob wir lachen würden. Also grinse vor dem Spiegel! Deshalb gibt es sogar Lach-Rehabilitationskurse, denn lachen fördert Genesung. Lach-Yoga oder Lach-Meditation wird sogar in Haftanstalten angeboten, da es Aggressionen mildert.


Die Macht des Humors hilft auch im Alltag:

  • Gähne am Morgen ausgiebig und halte ein Grinsen für wenige Sekunden. Bereits das schüttet am Morgen ein paar Glückshormone aus. Ade Morgenmuffel!

  • Während der Arbeit einfach eine Minute quer einen Stift mit den Zähnen halten und die Arbeit grinsend leichter nehmen!

  • Lasse dich am Feierabend in einen bequemen Sessel fallen, atme entspannt ein paar Mal kräftig aus und grinse ein bisschen vor dich hin. Du wirst dich gleich besser fühlen!

  • Schaue dir am Abend mit deiner Familie oder ein paar Freunden eine lustige Komödie an und lacht bis ihr Bauchschmerzen bekommt!



6. Fazit zu Resilienz durch Gelassenheit

Wer also Gelassenheit trainiert, wird auch resilienter. Resilienz, als erlernbare Fähigkeit, können wir mit Gelassenheit und Erfolg in Verbindung bringen. Wer erfolgreich sein will darf lernen Chancen zu erkennen und zu nutzen. Das hängt sehr mit der Fähigkeit zusammen, seine Emotionen regulieren zu können. Positive Emotionen stabilisieren uns, Negative destabilisieren. Darum ist es wichtig, dass wir wissen und verstehen wie wir z. B. in schwierigen Situationen reagieren. Achte dich nun zukünftig darauf wie Achtsamkeit, Spiritualität (Gott), Glück und Humor dir dabei helfen könnten. Jede Krise ist eine Chance zu wachsen. Nur aus Fehlern, aus Versuch und Irrtum, lernen wir.


Frage dich jeweils:

  • Was ärgert mich jetzt genau? Gibt es Auffälligkeiten und damit verbundene Handlungstendenzen?

  • Wie könnte ich diese Situation entschärfen oder habe ich „Werkzeuge“ dafür?

  • Wie sieht diese Handlung ganz konkret für mich aus?

  • Was waren die Auslöser für die grössten Veränderungen in meinem Leben?

  • Welche Stärken konnte ich dazu nutzen?

  • Welche Veränderungen kommen noch auf dich zu und wie könnte nun Gelassenheit dabei behilflich sein? Mit was könnte ich mich dagegen wappnen?

  • Und: Wenn ich mir Unvollkommenheit erlauben würde, würde ich es dann tun?


Ich wünsche viel Erfolg mit Gelassenheit!



Quelle: 30 Minuten; Gelassenheit, Monika Alicja Pohl, 2. Auflage 2016, GABAL Verlag GmbH, Offenbach; (ICL Glaube, Seelsorge und Psychologie; Einführungsseminar); Seelsorge; wie macht man das?, Reinhold Ruthe, 6.Auflage 2010, Brunnen Verlag Giessen; https://www.bistum-aachen.de/aktuell/nachrichten/nachricht/Was-ist-Kontemplation; zugriff 20.10.23



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